An und auf dem Baikalsee

Viel Eis, viel Sonne und viel Omul – drei Tage in Listwjanka am Baikalsee.


Morgens um kurz vor acht Uhr erreichen wir Irkutsk und verlassen ein bisschen wehmütig „unsere“ Transsib. Es war eine sehr schöne Fahrt und wir wären gerne noch weiter gefahren. In Irkutsk sind es -19°C. Das Atmen fällt uns schwer. Da zum Heizen nur Holz und Kohle zur Verfügung stehen, ist die Luft stark verrußt. Auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof lassen außerdem fast alle Autos den Motor laufen, da diese sonst einfrieren würden.

Wir haben fünf Tage Zeit bis zur Weiterfahrt mit der Transsib und wollen erst einmal nicht in Irkutsk bleiben, sondern direkt zum Baikalsee in den kleinen Ort Listwjanka weiterfahren. Dafür müssen wir mit der Straßenbahn zum Busbahnhof und dort in eine Marschrutka (Minibus) umsteigen, die uns die 70 km bis nach Listwjanka bringt. Leider kommt unsere Straßenbahnlinie einfach nicht und wir warten schlussendlich 45 Minuten in der eisigen Kälte. Weil wir dann so durchgefroren sind, nehmen wir schließlich eine andere Linie, fahren einen kleinen Umweg und müssen dann noch einmal umsteigen – aber es ist wärmer als draußen. Beim Warten treffen wir noch einen anderen Reisenden, mit dem wir uns ein wenig unterhalten und mit dem wir gemeinsam durch Irkutsk und bis nach Listwjanka fahren.

Irkutsk Bahnhof Winter Russland
hier warten wir am frühen Morgen mitten auf der Straße bei -19°C auf die Bahn…

Die Straßenbahn ist schon etwas älter und gefühlt seit einigen Jahrzehnten im Einsatz. Sie schiebt sich quietschend durch den Berufsverkehr, soweit es denn in den verstopften Straßen überhaupt vorwärts geht. Wir brauchen ewig für die kurze Strecke durch die Stadt. Kassiert wird während der Fahrt von der Schaffnerin. Der Fahrpreis beträgt 15 Rubel oder umgerechnet etwa 0,20 € pro Person. Überraschenderweise entdecken wir ein Hinweisschild in der Bahn, dass dieser Betrag auch mit apple-, google- oder Samsung pay oder kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlt werden kann. Tja, man sollte sich nicht von der äußeren Erscheinung in die Irre führen lassen… Nicht zum ersten Mal an diesem Tag merken wir allerdings, dass wir mit Englisch hier überhaupt nicht mehr weiterkommen. Zum Glück hilft uns ein anderer Fahrgast mit ein paar Worten Schuldeutsch weiter und erleichtert uns so den Ticketkauf und den Umstieg. Wir erreichen den Busbahnhof und müssen nicht lange auf die Marschrutka warten, die uns nach Listwjanka bringt.

Unterwegs frieren die Scheiben in der Marschrutka von innen zu! Ihr könnt Euch also in etwa vorstellen, wie „warm“ es darin ist… Während der Fahrt werden wir außerdem von einer Touristin aus St. Petersburg kritisiert. Sie findet uns blöd und bezeichnet uns als dumm, weil wir nicht zu den von ihr ausgewählten Zielen und Sehenswürdigkeiten fahren. Kurz ärgern wir uns. Aber wir sind natürlich auch mehr als vier Tage auf Reisen und lassen uns nicht stressen.

In Listwjanka kommen wir direkt am Ufer des Baikalsees an und werfen einen ersten Blick auf den vereisten, zumeist schneebedeckten See. Ein toller Anblick! Interessant und faszinierend ist auch, wie die Luft aufgrund der Kälte in allen Regenbogenfarben glitzert. Das haben wir vorher auch noch nie gesehen. Was für eine tolle Begrüßung! Wir verabschieden uns von unserem Mitfahrer und laufen los.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft, die wir für einen Tag gebucht haben, werden wir von zwei süßen Hunden aufgehalten. Dann müssen wir noch ein Stück den Berg hoch, bis wir unser Ziel erreichen. Das Zimmer ist so naja, im Bad stinkt es ein wenig aus dem Abfluss, aber es ist immerhin warm in der Unterkunft.

Listwjanka Hundewelpen
von den beiden lassen wir uns auch trotz der Kälte aufhalten
Listwjanka Holzhaus Winter Baikalsee
auf dem Weg zu unserer Unterkunft

Nach dem Aufwärmen im Zimmer geht es wieder zum See und dann auch direkt auf den See. Es ist schon ein komisches Gefühl, auf dem Baikalsee zu stehen und der Dicke des Eises zu vertrauen. Andererseits sehen wir dort viele Menschen, Luftkissenfahrzeuge, Quads und sogar Autos und LKW und dann sollte es doch kein Problem sein. Im Durchschnitt beträgt die Dicke des Eises wohl zwischen 70 cm und einem Meter. Trotzdem ist es komisch… Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel und dadurch ist die Kälte gut auszuhalten.

Listwjanka Baikalsee zugefroren Eis
die ersten vorsichtigen Schritte auf dem „Wasser“
Listwjanka Baikalsee Ufer Baum gefroren
interessant, wie selbst die Äste vom Eis umhüllt sind

Wir stärken uns in einem Restaurant mit Omul-Teigtaschen und Omul-Filet. Der Omul ist ein Fisch, den es nur im Baikalsee gibt und der in Listwjanka allgegenwärtig scheint. Er schmeckt uns gut. Nach dem Essen dämmert es recht bald und wir dürfen einen fantastischen Sonnenuntergang auf dem Baikalsee erleben. Mega schön! Anschließend gehen wir zurück zur Unterkunft und verlängern diese noch um eine Nacht. Wir verbringen den Abend im Aufenthaltsraum mit Tee, Bier und weitglücklich. Das Bad riecht mittlerweile auch etwas besser.

Listwjanka Baikalsee Sonnenuntergang Winter
schöner Ausklang des Tages am Ufer des Baikalsees
Listwjanka Baikalsee Sonnenuntergang Winter
und ein Blick auf den zugefrorenen Hafen

Am nächsten Morgen gehen wir in die Gemeinschaftsküche zum Frühstück. Es ist für uns die erste Unterkunft mit Frühstück, und wir stellen fest, dass dies nicht unbedingt die beste Entscheidung war… Der warme Milchreis war noch ganz lecker, aber die trotz versuchter Abbestellung aufgetischten Würstchen sahen schon nicht mehr appetitlich aus und der Muffin war sehr trocken. Aber wir hatten ja glücklicherweise noch unsere Haferflocken und Äpfel dabei.

Listwjanka Baikalsee Fruestueck Pension
optisch gar nicht mal so schlecht…

Später wollen wir dann zu einem Aussichtspunkt fahren. Als wir startklar im Flur stehen, fragt uns einer der Mitarbeiter, was mit unserem Zimmer sei, wir müssten doch schon längst raus sein. Entgeistert gucken wir ihn an und er zeigt uns, dass in der Buchungsliste andere Gäste eingetragen sind. Wir sind sehr verwundert, erklären und zeigen ihm, dass wir gestern um eine Nacht verlängert hatten und dies auch eingetragen war. Aber das Zimmer wurde trotzdem anderweitig vergeben. Anscheinend haben wir als westliche Touristen keine große Lobby und Reservierungen werden einfach gestrichen. Schade und so richtig unnötig! Aber irgendwie passt es auch zu der allgemeinen Stimmung hier, denn wir wurden von Anfang an nicht willkommen geheißen und hatten eher das Gefühl, lästig zu sein. Diese Unterkunft können wir definitiv nicht empfehlen! Wütend und traurig packen wir unsere Sachen, suchen uns eine andere Unterkunft und lassen uns als Entschädigung wenigstens das Taxi dorthin bezahlen (typisch deutsch!? *grins).

Listwjanka Baikalsee Hostel Winter Schnee
so sieht unser neues Hostel aus – mega schön gelegen

Später als geplant starten wir dann zum Aussichtspunkt. Wir fahren mit dem Taxi zur Talstation des Sesselliftes von Listwjanka. Das Taxi ist hier leider oft notwendig, da es keine Busse gibt und Listwjanka mit über 5 km Uferpromenade sehr langgezogen ist. Es gibt nur eine Hauptstraße, die am Ufer entlang verläuft, von der immer wieder Stichstraßen in die angrenzenden Berge abgehen.

Am Sessellift angekommen holen wir schnell die Tickets und dann geht es auch schon los zur Bergstation. Wir fahren dabei über ein kleines Skigebiet mit einigen Ski- und Snowboardfahrern. Solange wir durch die Sonne fahren sind die kalten Temperaturen ganz gut auszuhalten.

Listwjanka Baikalsee Sessellift Aussichtspunkt Winter Schnee
der Sessellift im kleinen Skigebiet von Listwjanka

Oben angekommen haben wir eine schöne Aussicht auf den zugefrorenen Baikalsee. Wir laufen noch ein Stück zu Fuß durch den Schnee und sehen wieder die eisige Luft in allen Regenbogenfarben glitzern (wenn ihr wisst warum das so ist, schreibt es gerne mal in die Kommentare).

Listwjanka Baikalsee Skigebiet Aussicht Winter Schnee
Ausblick auf den Baikalsee
Listwjanka Baikalsee Aussichtspunkt Cherskij Stein Winter Schnee
schöner Spaziergang durch den kleinen Wald

Dann erreichen wir den Cherskij-Stein, der uns als Aussichtspunkt einen tollen Blick auf den Baikalsee und den Übergang zum Angara-Fluss bietet. Interessant und hübsch anzusehen sind die vielen bunten Bänder und Fahnen, die hier angebunden, festgeknotet und aufgehangen wurden. Hier scheinen verschiedene Glaubensrichtungen und Kulturen aufeinander zu treffen.

Listwjanka Baikalsee Cherskij Stein Aussicht Schamanen
der Aussichtspunkt am Cherskij-Stein

Wie auch in vielen Teilen Südostasiens, exisitiert in dieser Gegend Russlands zum Beispiel ein Geisterglaube. Demnach können bestimmte Menschen, nämlich die Schamanen, mit den Geistern in einer anderen Welt in Verbindung treten. Bäume werden als heilig angesehen, da sie mit ihren Wurzeln und Ästen die Erde und den Himmel verbinden. Die Schamanen können einen Gebetsbaum bestimmen, der für die Menschen besonders heilig ist. An diesen und den Schrein in der Nähe des Baumes werden Wunschbänder für andere Personen oder die Allgemeinheit gebunden. Die Wünsche sollen zur Erfüllung an das Universum weitergeleitet werden und der Schamane dankt den Geistern für deren Unterstützung. Eine schöne Idee, wie wir finden.

Listwjanka Baikalsee Cherskij Stein Wunschbaender Aussicht
bunte Wunschbänder am Aussichtspunkt

An den Bäumen und Sträuchern sind außerdem buddhistische Gebetsfahnen zu finden. Die Fahnen bewegen sich durch den Wind, wodurch die aufgedruckten Mantras und Segnungen frei und Teil des Universums werden. Auf diese Weise werden die guten Wünsche an alle Wesen auf der Erde verteilt. Das ist unser erster Berührungspunkt mit dem Buddhismus in Russland. Wir sind neugierig geworden und möchten uns gerne näher damit beschäftigen.

Listwjanka Baikalsee Cherskij Stein Gebetsfahnen Winter
die Mantras und Wünsche wehen im Wind

Doch natürlich wollen wir auch die wunderbare Aussicht genießen! Von oben sehen wir nicht nur den zugefrorenen See, sondern im Übergang zur Angara auch die Abbruchkante des Eises. Die Angara ist der einzige Abfluss des Baikalsees und friert aufgrund der starken Strömung an ihrem Beginn nie zu. Es dampft aus dem fließenden Wasser und der Anblick ist sehr schön und beeindruckend – auch wenn wir wegen des Umzugs in eine andere Unterkunft nun spät dran sind und viel mehr als gewünscht ins Gegenlicht blicken.

Am Fuße des Berges auf unserer Seite des Flusses sehen wir den Ortsrand von Listwjanka. Am gegenüberliegenden Ufer (am rechten Bildrand) sehen wir den kleinen Ort Port Baikal. An dieser Stelle ist die Transsibirische Eisenbahn zeitweise über den zugefrorenen Baikalsee gefahren! Aber dazu erfahrt ihr mehr in unserem nächsten Transsib-Bericht für die Strecke zwischen Irkutsk und Tschita.

Listwjanka Baikalsee Port Baikal Angara Aussicht Winter Schnee
der dampfende Abfluss des Baikalsees am Ortsrand von Listwjanka
Listwjanka Baikalsee Port Baikal Angara Aussicht Winter Schnee
wir genießen die wunderbare Aussicht vom Cherskij-Stein

Oben auf dem Aussichtspunkt ist es windig und richtig, richtig kalt. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, müssen wir einen kurzen Zwischenstopp in dem einzigen Café machen, um heißen Tee zu trinken. Auf der Rückfahrt mit dem Sessellift wird uns dann trotzdem noch kälter! Die Fahrt mit dem Skilift ins Tal verbringen wir bibbernd.

Listwjanka Baikalsee Skigebiet Cafe
diesige Luft, aber eine schöne Pause mit heißem Tee
Listwjanka Baikalsee Sessellift Winter kalt
mein Versuch im Lift, mein Gesicht ein wenig „warm“ zu halten

Zurück im Dorf gehen wir erst einmal eine Kleinigkeit essen und wärmen uns für den Rückweg ins Hostel weiter auf. Dort angekommen unterhalten wir uns sehr nett mit anderen Reisenden aus Frankreich und der Schweiz, zwei von ihnen sind Mutter und Tochter, die gemeinsam reisen. Es ist ein gemütlicher und interessanter Abend in unserer Hostelküche.


Bevor wir am nächsten Abend zurück nach Irkutsk fahren, verbringen wir vorher noch den Tag in Listwjanka bzw. auf dem Baikalsee. Zu Beginn kaufen wir auf dem Fischmarkt einen warmen geräucherten Omul.

Listwjanka Baikalsee Holzhaus Ufer
an der Uferstraße auf dem Weg zum Fischmarkt
Listwjanka Baikalsee Fischmarkt Omul
warmes Frühstück vom Fischmarkt

Zum Essen gehen wir auf den See. Der Fisch schmeckt sehr lecker! Aber ohne die Handschuhe ist es kalt, nein sehr kalt an den Fingern. Kein Wunder bei -15°C , die auf dem Fischmarkt angezeigt sind. Nach kurzer Zeit leistet uns eine Katze beim Essen Gesellschaft, die den Omul gerochen hat und auf die Reste spekuliert. Ganz leer geht sie auch nicht aus und so sind alle zufrieden.

Listwjanka Baikalsee Omul Winter
leckerer Omul auf dem Baikalsee
Listwjanka Baikalsee Eis Schicht gefroren
an Stellen wie diesen sieht man, wie dick das Eis auf dem See ist

Wir spazieren auf dem See und gehen zunächst nördlich aus Listwjanka heraus. Nahe an der felsigen Küste hat sich das Eis aufgetürmt und es sind schöne Eisformationen zu sehen. Diese leuchten teilweise tief blau und erlauben immer wieder andere Blicke. Wir sind total beeindruckt.

Listwjanka Baikalsee Ufer Eisformation Winter
das Ufer nördlich von Listwjanka – vom See aus gesehen
Listwjanka Baikalsee Eisformationen Winter Eis
Eisformationen am Ufer des Baikalsees
Listwjanka Baikalsee Eisformationen Winter Eis
im Norden von Listwjanka sind wir zwischen den Eisschollen ganz alleine

Später gehen wir, nur von einer kurzen Teepause am Ufer unterbrochen, die ganze Zeit über den See bis zur Angara am südlichen Ende von Listwjanka.

Auf dem See ist viel Trubel und neben den wenigen ausländischen Touristen verbringen hauptsächlich viele Einheimische aus der Umgebung den Sonntag an bzw. auf dem See. Neben den bereits erwähnten Luftkissenfahrzeugen und Quads sehen wir Menschen, die auf dem See spazieren, Schlittschuhlaufen, Eishockey spielen, mit dem Fahrrad auf dem See fahren (ja wirklich, mit dem Fahrrad!) oder sogar picknicken! Zudem gibt es aus Eisblöcken gebaute Rutschen und Holzschlitten auf dem See, eine Eislaufbahn, Hunde- und Pferdeschlitten, Sitzgelegenheiten aus Eis und Eisskulpturen; es finden sich zum Beispiel ein viereckiges Eis-Iglu mit Dachterrasse, Bäume aus Eis und diverse Schriftzüge. Es ist eine richtige Winterwelt mit einer schönen, entspannten Atmosphäre und strahlendem Sonnenschein. Wir sind froh, hier zu sein.

Listwjanka Baikalsee Winter Fahrrad zugefroren
Wahnsinn – mit dem Fahrrad auf dem Eis!
Listwjanka Baikalsee Winter Eis Hundeschlitten Jurte
Hundeschlitten, Bauwerke aus Eis, Jurten und viele Besucher
Listwjanka Baikalsee Winter Eis Schlittschulaufen Dorf See
Schlittschuhlaufen vor den Bergen von Listwjanka

In Richtung der Angara lässt der Trubel deutlich nach. Wir wollen eine kurze Pause einlegen und etwas trinken. Doch das mitgebrachte Wasser ist zwischenzeitlich eingefroren! Naja, ein paar Tropfen und kleine Eisstücke kommen noch aus unserer Flasche raus…

Nach einiger Zeit erreichen wir die Abbruchkante, den Übergang vom zugefrorenen Baikalsee zum fließenden Wasser der Angara. Aus der Nähe betrachtet sieht dies richtig beeindruckend aus. Wir genießen den Anblick und sind begeistert von diesem Naturschauspiel.

Listwjanka Baikalsee Winter Eis Abbruchkante Angara Eisschollen
an der Abbruchkante halten wir lieber etwas Abstand…
Listwjanka Baikalsee Winter Eis Port Baikal Angara Abfluss
Blick auf die Angara und Port Baikal auf der anderen Seite des Ufers

Dann müssen wir uns leider schon ein bisschen beeilen – denn unsere Sachen sind noch im Hostel. Trotzdem können wir auf dem Rückweg noch einmal die ausgelassene Stimmung auf dem See genießen. Erstaunt bemerken wir, dass einige andere dies sogar in Badesachen tun – es gibt nämlich auch eine Sauna am Ufer des Sees. Ja, es sitzen Menschen in Bikini und Badehose draußen auf den Liegestühlen oder kühlen sich im Wasser des Baikalsees ab (wobei: Eigentlich kühlen sich die ab, die draußen liegen, denn das Wasser ist deutlich wärmer als die Luft). Ein paar Meter weiter ist ein Tisch mit allerlei Essen und Trinken aufgebaut und die Leute stehen gemütlich im Kreis und unterhalten sich. Respekt! Vielleicht ist es für die Einheimischen bei -15°C aber auch schon frühlingshaft… Wer weiß!?

Listwjanka Baikalsee Winter Eis Sauna draussen
Außenbereich der Sauna auf dem Baikalsee
Listwjanka Baikalsee Winter Eis Picknick draussen
gemütliches Picknick auf dem Baikalsee

Auf dem Weg zum Hostel laufen wir nicht mehr allzu weit über den See, sondern noch ein Stück durch den Ort. Dort gibt es viele alte Holzhäuser zu sehen und zwischendurch immer mal wieder einen Omul-Stand. Die Holzarchitektur ist in Sibirien, einfach wegen der Verfügbarkeit des Materials, weit verbreitet. Besonders die Fenster sind aufwendig verziert. Dazu werden wir nach unserem Besuch in Irkutsk sicher noch mehr erzählen können.

Listwjanka Baikalsee Winter Eis Omul Verkaeufer Straßenrand
frischer und warmer Omul am Straßenrand
Listwjanka Baikalsee Winter Schnee Holzhaus Sibirien
altes Holzhaus mit den typisch verzierten Fenstern
Listwjanka Baikalsee Winter Schnee Holzhaus Sibirien
fast angekommen: hier sind wir schon gegenüber von unserem Hostel

Als die Sonne untergeht, steigen wir vollbepackt am Ufer des Baikalsees in die Marschrutka nach Irkutsk. Wir sind ganz schön platt, da wir bei -15°C fast acht Stunden über den See gelaufen sind. Aber wir sind auch dankbar für den schönen Tag, den wir hier verbracht haben. Tschüß Baikalsee!


In Irkutsk angekommen gehen wir direkt zum Hostel und haben einen super ersten Eindruck von der neuen Unterkunft. Es bleiben uns noch drei Nächte bis zur Weiterfahrt mit der Transsib. Der Ausflug zum Baikalsee hat uns auf jeden Fall schon einmal sehr gut gefallen. Euch auch?

Viele Grüße Jenny und Thomas

4 Kommentare

  1. Was für eine traumhafte Landschaft, aber 8 Stunden in der Kälte, Respekt!
    Und letztendlich war es ja gut, dass ihr das Hostel wechseln musstet.
    Wünsche euch nun eine schöne Zeit in Süd-Korea😊 Liebe Grüße

  2. Liebe Jenny und Thomas, sehr beeindruckend, der Aufenthalt am Baikalsee, aber nichts für mich. Ich friere schon beim Lesen und Ansehen der Bilder.
    Euch weiterhin eine tolle Reiser und bleibt gesund!!
    Marianne und Franz-Josef

    1. Danke! Es war wirklich sehr beeindruckend. Da konnten wir die Kälte zwischendurch auch mal vergessen. Bleibt ihr auch gesund!

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