Budweis – Brauerei und Sehenswürdigkeiten
Der letzter Stopp auf unserem Roadtrip durch Tschechiens Westen ist Budweis mit der bekannten Brauerei und einigen Sehenswürdigkeiten. Auch wenn Budweis für das gleichnamige Bier bekannt ist, gibt es in Wirklichkeit viel mehr als das: Tolle Architektur, viel Kunst und gutes Essen. Begleitet uns durch Budweis, die Hauptstadt Südböhmens.
Unser Roadtrip durch den Westen Tschechiens nähert sich dem Ende. Budweis ist unser letzter Stopp und ein perfekter Ausgangspunkt für spannende Ausflüge. So waren wir in Südböhmen bereits im wunderschönen Krumau und haben das märchenhafte Schloss Frauenberg besucht. Ein Highlight war zudem das winzige Dorf Hollschowitz mit einem mystischen Steinkreis, der als Stonehenge von Tschechien gilt.
Heute besuchen wir den größten Ort in Südböhmen – willkommen in Budweis! Wir berichten über unseren Stadtbummel:
- Budweis: Die Stadt und das Bier
- Sehenswürdigkeiten in Budweis
- Was bietet die Kulturhauptstadt 2028?
- Kulinarische Tour durch Budweis
- Budweis und Sehenswürdigkeiten – Lohnt es sich?
- Was: größte Stadt in Südböhmen mit ~ 100.000 Einwohnern
- Unsere Highlights: wunderschöne Häuser und abwechslungsreiches Essen
- Besuchsdauer: 1-2 Tage plus mögliche Ausflugsziele in der Umgebung
- Tipp: Budweis ist Europäische Kulturhauptstadt 2028
- Besonderheit: der riesige Platz im Stadtzentrum gehört zu den größten Plätzen Europas
Budweis: Die Stadt und das Bier
Budweis (České Budějovice) ist trotz seiner nur etwa 100.000 Einwohner die größte Stadt in Südböhmen und liegt am Zusammenschluss der Flüsse Moldau und Maltsch. Gegründet im 13. Jahrhundert, ist Budweis eine Stadt mit viel historischem Charme. Aber auch dank der Eigenschaft als Universitätsstadt wirkt die Stadt auf uns gleichzeitig sehr jung und modern.
Nichtsdestotrotz ist Budweis für viele Personen in erster Linie als Bierstadt bekannt. Die Budweiser Brauerei (Budějovický Budvar) existiert seit 1895, ist allerdings nicht zu verwechseln mit der berühmten amerikanischen Biermarke. Beim tschechischen Budweiser Bier handelt es sich um ein traditionell hergestelltes Bier mit Zutaten, die ihren Ursprung ausschließlich in Budweis haben. Im Rahmen einer täglich angebotenen Führung inklusive Verkostung kann die Brauerei besichtigt werden (Eintritt ~10 €, Stand September 2025). Wir haben weder die Brauerei vor Ort besichtigt noch an der dortigen Bierverköstigung im zugehörigen Restaurant teilgenommen – ihr könnt also auch so schöne Tage dort verbringen.
Neben viel historischer Bausubstanz und dem weltberühmten Bier hat Budweis eine lebendige Gastronomie-Szene zu bieten. Auch kulturell ist einiges zu entdecken: Die Stadt wurde als Europäische Kulturhauptstadt 2028 ausgewählt!


Sehenswürdigkeiten in Budweis
Beim ersten Eindruck punktet Budweis bei uns auf jeden Fall. Von unserem nahe der Altstadt gelegenen Hostel laufen wir in die Innenstadt. Auffällig sind die unzähligen bunten Häuser. Wir könnten jedes von ihnen bestaunen und fotografieren. Ebenso schön anzusehen sind die zahlreichen Arkaden, die zu den Bauwerken gehören. Das ganze Viertel lädt einfach zum Schlendern ein.


Nachdem wir den kleinen Wassergraben überquert haben, der die historische Altstadt fast komplett umschließt, tauchen wir in das lebendige Treiben des Zentrums ein. Es ist eine gemütliche Atmosphäre, viele Leute sitzen draußen in den Cafés und Restaurants. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl.


Insgesamt ist die Altstadt mit einer Größe von etwa 500 x 500 Metern überschaubar groß. Über kurz oder lang erreicht ihr sowieso den zentralen Platz der Stadt, der zu den größten Sehenswürdigkeiten von Budweis zählt. Somit ist es auch egal, von welcher Seite ihr in die Altstadt gelangt. Überall findet ihr schöne Gassen mit zahlreichen, gemütlichen Cafés und Restaurants.
Sightseeing im Zentrum
Der zentrale Přemysl Otakar II. Platz gehört mit seiner Größe von einem Hektar zu den größten Plätzen in Europa.
Besonders dominant auf dem quadratischen Areal ist das Rathaus im Barockstil mit seinen drei Türmen in den Farben blau und weiß. Mittig auf dem Marktplatz befindet sich der achteckige und ebenfalls barocke Samsonbrunnen. Er steht dort bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert und ist damit sogar wenige Jahre älter als das imposante Rathaus in seiner heutigen Form. Beide Bauwerke sind übrigens geschützte Kulturdenkmäler Tschechiens.
Neben dem Rathaus gefallen uns die vielen (annähernd 50!) Bürgerhäuser mit ihren Arkadengängen rund um den Marktplatz mindestens genauso gut. Sie verleihen dem riesigen Platz mit seinen bunten Fassaden ein schönes Flair. Hinter einer der farbenfrohen Häuserreihen ragt der Schwarze Turm aus dem 16. Jahrhundert heraus, der sich direkt neben der St. Nikolaus Kathedrale befindet. Erklimmt ihr die mehr als 200 Stufen, könnt ihr einen tollen Ausblick über die Altstadt von Budweis genießen.
Optisch gefällt uns der Marktplatz am Tag besser, die Stimmung fanden wir am Abend schöner. Zu dieser Zeit ist bei unserem Besuch richtig was los. Es ist sehr belebt mit vielen jungen Leute und gleichzeitig ist die Atmosphäre entspannt.
Ansonsten gehört das Salzhaus (Solnice) zu den berühmtesten und auffälligsten Gebäuden in Budweis. Am westlichen Rand der Altstadt gelegen, sticht die markante Giebelform besonders hervor. Heute wird das Salzhaus aus dem 16. Jahrhundert nicht mehr als Salzlager verwendet. Wer ins Gebäude hinein möchte, kann das gleichnamige Restaurant Solnice mit eigener Brauerei besuchen.



Was bietet die Kulturhauptstadt 2028?
Zu Beginn haben wir es bereits erwähnt, Budweis ist als europäische Kulturhauptstadt 2028 ausgewählt worden. Was ist unser Eindruck zur Kultur in Budweis?
Neben einigen dauerhaften Kunstwerken und Skulpturen sind in den Sommermonaten diverse Installationen im Stadtbild zu finden. Damit wird insbesondere lokalen Künstler*innen die Möglichkeit gegeben, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Uns gefällt die Idee. Auch wenn Kunst natürlich immer Geschmackssache ist, wird die Stadt dadurch zweifellos abwechslungsreicher und bunter.
Abwechslungsreich ist ein gutes Stichwort: Zwischen der Altstadt und dem Hauptbahnhof von Budweis befindet sich das Kulturzentrum Žižkárna. Ob Konzerte, Festivals oder Streetfood, es lohnt sich definitiv, einen Blick in das Programm zu werfen. Vielleicht findet ihr auch eine Veranstaltung in der ehemaligen Žižká-Kaserne. Wieder einmal bestätigt sich unser Eindruck von Tschechien, dass neben viel historischem Charme auch jede Menge Kreativität und hippe Orte zu finden sind.
Exemplarisch für die vielen Skulpturen stellen wir Euch die Humanoiden Menschen von Michal Trpák vor. Das Kunstwerk befindet sich seit 2009 dauerhaft in der Fußgängerzone der Lannova Straße westlich der Altstadt. Dieses systemkritische Werk hinterfragt die Entwicklung, ob wir als Mensch nicht den Status als Individuum immer mehr verlieren und zu Maschinen werden. Erschaffen wir unser eigenes Leben oder lassen wir uns in ein System pressen?


Überhaupt wimmelt es in der Stadt von Streetart. Hauptsächlich außerhalb der Altstadt, insbesondere im Studentenviertel, in dem auch unser Hostel liegt, finden wir verschiedene coole Läden, Skulpturen und Bücherschränke, die die Stadt für uns sehr sympathisch machen.
Kulinarische Tour durch Budweis
Ein Highlight für uns sind die kulinarischen Entdeckungen in Budweis. Um den zentralen Marktplatz selbst finden sich meist alteingesessene Restaurants. Aber im Rest der Altstadt und in den Studentenvierteln gibt es neben der traditionellen, meist deftigen Küche, auch vielfältige andere Angebote.
Wir probieren Tacos in einem der beiden mexikanischen Restaurants in der Krajinská Straße. Unsere Auswahl fällt auf die Malinche Taqueria, in welcher der Besitzer sogar Spanisch spricht. Als wir erzählen, dass wir bereits durch Mexiko gereist sind, freut er sich sehr. Mindestens genauso wichtig für einen Restauranttipp ist natürlich das Essen und die Tacos können wir definitiv empfehlen.
Überhaupt ist die Krajinská Straße für uns kulinarisch ein wundervoller Ort: Teehaus, Mikrobrauerei, leckeres Eis… Auf kleinem Raum wird dort von einheimischer bis internationaler Küche super viel geboten.


Unser absolutes Highlight ist allerdings das Restaurant Slunce. Spezialisiert auf veganes Essen und Rohkost macht uns das Konzept sehr neugierig. Und das Ergebnis ist die beste Bowl ever!!! Noch nie haben wir so gute Kichererbsen gegessen – ja, da gibt es wirklich große Unterschiede – und die Mango und Avocado hatten wir so reif und geschmacklich intensiv auch selten in Europa. Sehr zu empfehlen sind auch die hausgemachten Limonaden und Smoothies. Das Slunce ist kulinarisch der absolute Tipp von uns!


Budweis und Sehenswürdigkeiten – Lohnt es sich?
Budweis ist klein und besitzt wenige Sehenswürdigkeiten, die für uns unter die Kategorie „Must-See“ fallen. Dennoch ist die Stadt nett zum Bummeln in entspannter Atmosphäre, mit vielen wunderschönen Häusern, viel Kultur und sehr gutem Essen.
Spricht Euch Budweis an? Lasst es uns gerne wissen. Viele Grüße, Jenny und Thomas
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Hallo Thomas und Jenny, euer Artikel über Budweis hat mich auf eine digitale Reise geschickt. Wie schön, vom Laptop aus ein wenig mit- oder nachreisen zu können! Besonders wertvoll fand ich den Hinweis, dass Budweis 2028 Kulturhauptstadt ist. Das habe ich sofort abgespeichert. Spätestens dann will ich die Stadt auch kennenlernen. Eure Fotos inspirieren mich auch und ich liebe den Tipp zum Teehaus! Ich wünsche euch viele schöne weitere gemeinsame Reisen und Erfolg mit dem Blog. Liebe Grüße, Esther
Hallo liebe Esther,
herzlich willkommen bei weitglücklich und vielen Dank für deinen Kommentar! Wir freuen uns jedes Mal riesig, wenn wir mit unseren Beiträgen helfen können. Da macht das Bloggen noch viel mehr Spaß! Wir sind gespannt, wann du es nach Budweis schaffst. Wenn du magst, kannst du danach ja berichten.
Alles Gute für dich Thomas und Jenny