Innere Ruhe finden trotz Stress im Alltag – was wirklich hilft
Seelen-Impuls Januar 2026: Warum innere Ruhe finden so wichtig ist und warum es uns so schwerfällt?
Herzlich willkommen bei unserem neuen Format: Unser monatlicher Impuls für dich! Mit dieser Beitragsreihe möchten wir tiefere Einblicke in verschiedene Themen geben, die oft oberflächlich um uns herum schwirren, aber für unseren Geschmack zu wenig in der Tiefe beleuchtet werden.
Unser Impuls des Monats für dich: Innere Ruhe finden
Bereits seit Januar 2024 teilen wir mit unserem Foto des Monats aktuelle Eindrücke aus unserem Reisealltag. Wie ihr wisst, ist mit weitglücklich | wachsen. jedoch noch ein ganz neuer Bereich auf unserer Seite entstanden, der uns eine große Herzensangelegenheit ist! Dort bieten wir nicht nur ThetaHealing® und energetische Begleitung an, sondern teilen auch viele Erfahrungen und Learnings rund um das Thema Persönlichkeitsentwicklung und innere Ausrichtung des Unterbewusstsein.
Deshalb gibt es heute für dich: Innere Ruhe finden – trotz Stress im Alltag:
Warum wir keine Ruhe im Alltag finden
Ich beginne diesen Beitrag mit einem kleinen persönlichen Beispiel, das uns sofort vieles klar macht. Seit Beginn des Jahres mache ich täglich zehn Minuten nichts. Genau, ich habe „Nichtstun“ auf meine To-Want-Liste gesetzt. Letztes Jahr habe ich mit zehn Minuten pro Woche begonnen – und ja, mein Kopf fand das lächerlich wenig – und ich habe es nicht geschafft, es umzusetzen. Und deshalb habe ich es mir nun, nach dem Motto: Wenn es nicht klappt, mache mehr davon! täglich vorgenommen.
Heute hatte ich ein Zeitfenster, in dem ich arbeiten konnte, weil Thomas und unsere Kleine draußen spielen waren. Ich wollte diesen Beitrag hier unbedingt fertig schreiben. Und dann war da noch mein Wunsch nach Nichtstun… Ich wusste, wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es heute gar nicht mehr. Also habe ich mir einen Gong nach zehn Minuten eingestellt und die Augen geschlossen.
Nach etwa einer Minute kamen Unruhe und Anspannung fast zeitgleich! Mein Kopf wollte mir erst erzählen, dass ich doch jetzt unbedingt schreiben müsste, und die Zeit sinnvoll (!) nutzen soll. Dann kam der Gedanke: Was soll denn Thomas denken, wenn ich jetzt Arbeitszeit habe und dann nichts tue?
Interessant, denn ich weiß ja, dass diese Ruhe sinnvoll für mich ist. Und ich weiß auch, dass Thomas das gar nicht denkt. Gleichzeitig gibt es trotzdem diesen Anteil in mir, der mir das weismachen möchte…
Meine Unruhe und Anspannung wurden mit der Zeit immer stärker. Am Ende hat es sich wie Platzangst angefühlt und tat fast körperlich weh.
Was ist da passiert? – Ich kann keine innere Ruhe finden, weil mein System es nicht zulässt?
Hast du ein Gefühl der Unruhe trotz all der Entspannung?
Vorneweg: Vermutlich liegt es daran, dass wir verlernt haben, was Ruhe ist. Längst verwechseln viele von uns Ruhe mit Betäubung und Ablenkung.
Aber lass uns die Antwort genauer und auf mehreren Ebenen betrachten:
Mentale, emotionale und körperliche Ruhe
Sich abends vor den Fernseher zu setzen, mit Drinks und Snacks, zum „abschalten“ ist keine Ruhe!
Die meisten denken bei Ruhe doch daran, sich eine Pause zu gönnen, sich hinzusetzen und auszuruhen. Oder? Diese körperliche Ruhe bringt jedoch keine innere Ruhe mit sich.
Es mag sein, dass es sich kurzfristig gut anfühlt, dem Körper eine derartige Pause zu gönnen. Und das ist ja auch wichtig. Dennoch sollten wir uns bewusst machen, was wir unserem System auf den anderen Ebenen damit zumuten.
Wenn wir innere Ruhe finden möchten, dürfen wir zuerst die äußeren Reize reduzieren. Beim Fernsehgucken (oder anderen Ablenkungen) passiert genau das Gegenteil. Unser Nervensystem nimmt ständig Bildwechsel, Geräusche und Informationen auf und bleibt die ganze Zeit im Aufmerksamkeitsmodus.
Ablenkung statt Wahrnehmung
Durch fernsehen oder andere passive Tätigkeiten bekommen wir permanenten Input von Außen, der unsere Gedanken überlagert. Lieber wählen wir Beschäftigung, damit wir unsere wahren Gedanken nicht wahrnehmen müssen.
Das Gleiche gilt für alle inneren Themen, die gesehen werden wollen. Gedanken wie: „Warum war ich heute eigentlich so wütend, als … passiert ist?“ werden vermieden. Auch die zugehörigen Gefühle, die Wut, die vielleicht noch gar keinen Raum hatte, gefühlt zu werden, werden zur Seite geschoben.
Um also wirklich innere Ruhe zu fühlen, müssten wir zunächst wahrnehmen, was ist. Dazu braucht es Annahme. Beobachte, was gerade innerlich in dir vorgeht und lass es da sein.
Und dass bestimmte Drinks und Snacks unser Nervensystem belasten, Müdigkeit, Gereiztheit und Unruhe fördern, … Ja, lassen wir das. Das wäre ein eigener Beitrag!
Warum fällt es mir so schwer, ruhig zu werden, obwohl ich es möchte?
Kurz gesagt, liegt das für uns an der Angst, was passiert, wenn man einmal anfängt, wahrzunehmen, was denn wirklich da ist:
Unser Nervensystem läuft auf Hochtouren
Ich bin, was ich leiste? Oder so ähnlich könnte man das sicher formulieren, was viele Menschen in unserer Gesellschaft (wenn auch unbewusst) von sich denken. Welchen Wert hast du als Individuum und wie bestimmt er sich?
Unsere Gesellschaft fordert scheinbar oder wirklich permanente Erreichbarkeit. Gleichzeitig werden wir den ganzen Tag lang mit Informationen von überall her überschüttet, selbst wenn du versuchst, so wenig wie möglich im Internet zu sein. Schon früh lernen wir, dauernd beschäftigt zu sein, für Leistung bewertet zu werden und ständigem Druck standzuhalten. Innere Ruhe ist uns fast fremd geworden.
Neulich habe ich von einem Experiment in den USA gelesen. Demnach haben sich fast 70% der männlichen Probanten in einem leeren Raum, in dem es nichts zu tun gab, nach zehn (!) Minuten selbst einen Elktroschock gegeben, weil sie nach eigenen Aussagen die Stille nicht mehr ausgehalten haben. Sie haben einen Schmerz in Kauf genommen, von dem sie vorher gesagt hatten, sie würden Geld dafür bezahlen, um ihn nicht noch einmal fühlen zu müssen. Krass? Ja, mehr als krass, finde ich! Und vor allem traurig.
Im Alltag merken wir das im Wartezimmer, wenn niemand länger als zehn Sekunden ohne sein Handy auskommt. Oder dein Gegenüber sofort anfängt zu reden, wenn du bewusst eine Pause im Gespräch lässt.
Unsere innere Unruhe ist Schutz vor Angst
Ist es deshalb so schwierig, innere Ruhe zu finden, weil wir es eigentlich gar nicht wollen?
Was müssten wir denn wahrnehmen, wenn wir wirklich in die Stille gehen und Zeit nur mit uns selbst verbringen? Wovor haben wir Angst?
Zweifel, Rastlosigkeit, Unruhe, Panik, Trauer, ungelöste Konflikte mit dem Partner, Chef oder sich selbst?
Oder ist es ein Gefühl von Wertlosigkeit? Die tiefe innere Überzeugung: „Ich bin nicht gut genug.“ oder „Ich reiche nicht.“, wenn ich nichts mache?
Erlaube dir einen Moment, hinzuhören! Lege eine Pause ein. Dieser Beitrag ist auch morgen noch da. Vielleicht möchtest du für dich genau jetzt eine erste Idee davon bekommen, was es bei dir sein könnte, was du bisher nicht wahrnehmen wolltest?
Was ist innere Ruhe wirklich? (und typische Denkfehler)
Innere Ruhe heißt für uns vor allem Bewusstsein. Du kannst keine wahre innere Ruhe finden, solange du nicht wahrnimmst, welche Gedanken, Gefühle oder alten Muster sich gerade in dir zeigen. Punkt. Denn solange du diese Wahrnehmungen nicht bewusst beobachten kannst, fühlst du dich mit ihnen identifiziert. Und dein Kopf glaubt dir sofort. Also braucht es Stille und Präsenz.
Vor allem wirst du innere Ruhe nie im Außen finden. Sie kann immer nur in dir entstehen, und zwar in deinem Nervensystem. Nur dann ist sie nachhaltig und unabhängig von äußeren Umständen immer für dich da.
Ruhe ist nicht Inaktivität
Innere Ruhe finden wir also vor allem durch den Kontakt zu uns selbst. Ohne uns vom Außen berieseln zu lassen, fühlen wir unsere Gedanken, Gefühle und Körperwahrnehmungen.
Hat schon einmal jemand von Euch Vipassana gemacht? Dann wisst ihr, dass diese Ruhe kein Stillstand ist. Vielmehr braucht unser System diese Zeiten, um neue Erkenntnisse, Wahrnehmungen und Erfahrungen zu integrieren.
Integration ist besonders wichtig, bei Themen, die dein Kopf schon lange verstanden hat, aber dein System erst noch aufnehmen muss.
Ich kann mein Gedankenkarussel nicht stoppen…
Wie oft habe ich das in meinen energetischen 1:1 Begleitungen schon gehört: „Jenny, ich kann meine Gedanken nicht stoppen. Wenn ich meditiere, ich muss die ganze Zeit denken…“
Das ist OK! Wir haben zwischen 60.000 und 70.000 Gedanken pro Tag. Unser Kopf ist dafür gemacht, zu denken und das ist wunderbar. Von dieser riesigen Anzahl an Gedanken sind uns immerhin bis zu 10% bewusst. Diese fließen ständig durch uns durch. Wir können und brauchen (!) sie nicht stoppen! Nur, was machst du daraus?
Aus unserer Sicht ist es nämlich wichtig, diese zu beobachten und die Bewertung rauszunehmen! Fass nicht jeden Gedanken als Impuls auf, etwas tun zu müssen. Und nimm ihn nicht als absolute Wahrheit! Durch das Beobachten distanzierst du dich von deinen Gedanken und es findet eine Ent-Identifizierung statt. Alleine der Unterschied zwischen „Boah, ich werde noch wahnsinnig, ich halte das nicht aus. Wieso hat (Person…) das schon wieder gemacht?“ und „Mein Kopf denkt, ich ärgere mich über das Verhalten (von Person…). Ich nehme den Gedanken wahr, dass ich wahnsinnig werde und es nicht aushalte.“ ist enorm, oder?
Sofort bekommst du einen anderen Zugang zu deinen Gedanken und dein Nervensystem beruhigt sich.
Warum mehr Disziplin zu mentaler Erschöpfung führt
Dass das oben genannte Beispiel, wir setzen uns jeden Abend automatisch vor den Fernseher, „um runterzukommen“ also nichts mit innerer Ruhe zu tun hat, ist nun klar. Es ist kein wirkliches Innehalten und keine echte Entscheidung für Achtsamkeit und Stille.
Also meditiere ich jetzt jeden Tag eine halbe Stunde?
Mmmh,… Unsere ehrliche Antwort: Meditieren ist toll. Aber durch bloße Disziplin wirst du nicht die gewünschte innere Ruhe finden! Solange du denkst, du müsstest etwas tun, damit du anders wirst oder etwas erreichen kannst (nämlich endlich innere Ruhe), ist das noch immer keine Annahme. Du gibst deinem Gehirn zu verstehen „Etwas in mir funktioniert nicht so, wie ich es gerne hätte. Bitte ausbessern.“
Deine Willenskraft ist kognitiv extrem anstrengend. Sie möchte kontrollieren, steuern und deiner (unbewussten) Angst zeigen, dass du in Wahrheit doch sicher bist. Dein Alarmzentrum im Gehirn ist dauerhaft aktiv, weil es ständig denkt, es sei in Gefahr. Das führt zu mentaler Erschöpfung.
(Und glaubt mir, ich weiß genau, wovon ich rede… Genau das ist nämlich mein Thema der letzten Monate!)
Innere Ruhe findest du durch Selbstregulation. Du darfst dein Nervensystem wieder in Balance bringen und deinem gesamten System glaubhaft machen, dass du sicher bist (und diese Sicherheit dann auch wirklich fühlen).
Warum sollte ich Ruhe finden? Lohnt es sich wirklich?
Für uns ist die Beudeutung von innerer Ruhe in den letzten Jahren immer größer geworden und heute die Voraussetzung für unsere eigene, innere Arbeit. Innere Ruhe ist für uns längst kein „nice to have“ mehr, sondern elementar wichtig!
Unruhe fühlt sich für viele von uns mittlerweile vertraut an, weil wir im Dauerzustand darin leben. Körperliche Symptome durch Unruhe, die durch erhöhte Stresshormone ausgelöst werden, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf Probleme, chronische Verspannungen, ein schwaches Immunsystem und viele mehr, sind schon fast normal geworden.
Fehlende Ruhe führt ebenso zu flacher Atmung. Auf diese Weise werden auch unsere Gefühle verdrängt, sodass wir sie nicht fühlen „müssen“.
Und dann sind da noch die anderen Ebenen deines Seins, die sich ebenso mehr innere Ruhe wünschen. Unruhe entfremdet dich nämlich von dir selbst, bringt dich in ein Leben, das sich sinnlos anfühlt und das du an dir vorbei lebst.
Ruhe dagegen macht dich innerlich klar und stabil. Du kannst dich auf dich, deine Bedürfnisse und deine Werte fokussieren! Du wirst tragfähiger für dich und dein ganzes Umfeld!
Innere Ruhe bringt dich also zurück zu deiner Wahrheit und auf deinen eigenen Lebensweg!
Und jetzt? Dein nächster Schritt für mehr Freiheit?
Ja, und jetzt? War dir nach meinem kleinen persönlichen Einblick ganz oben direkt klar, dass das Problem tiefer liegt, als du dachtest…? Und zwar nicht nur bei dir. Bei uns allen. Auch bei uns!
Wie kann man also innere Ruhe finden, trotz Stress im Alltag? Hier ist unsere Einladung an dich:
- Frage dich, warum du wirklich innere Ruhe finden möchtest. Könnte es sein, dass du frei von etwas leben möchtest? Frei von alten Mustern, Gefühlen, Gedanken,… und diese Last endlich loswerden möchtest?
- Welche Überzeugungen möchtest du nicht mehr tragen, die dich innerlich unruhig machen? Wovor hast du Angst? Was möchtest du loslassen?
Deshalb habe ich Nichtstun in meinen Alltag integriert. Alles, was gesehen und gefühlt werden möchte, bekommt Raum. Dies gucke ich dann bewusst an, löse es auf und integriere meine neuen Weisen zu Sein.
Weitere Impulse findest du in unserer Kategorie Gedanken und natürlich bei weitglücklich | wachsen.
Wir sind gespannt, was dieser Text mit dir macht und was du für dich mitnimmst! Teile es gerne in den Kommentaren. Bis zum nächsten Mal – in aller Ruhe *grins. Alles Liebe Jenny