Safari in Tansania – Es geht los…

Als Selbstfahrer durch die Serengeti, das ist unser Plan! Mit einem alten Land Rover und Zelt auf dem Dach starten wir durch den Norden Tansanias in einer uns unbekannten Kultur und erleben wilde Tiere hautnah!


Nach einem Zwischenstop in Johannesburg landen wir in der Hauptstadt Tansanias, in Dar es Salaam. Unser Hostel, welches wir nur für einen kurzen Zwischenstop brauchen, liegt in einer lebendigen Gegend. Es gibt viele Verkaufsstände am Straßenrand, es ist wuselig und sehr interessant, die Leute bei ihren Einkäufen zu beobachten. Der Innenhof des Hostels wirkt etwas heruntergekommen. Aber die Mitarbeiter vor Ort sind sehr freundlich und hilfsbereit und bis auf die sehr anstrengende Hitze, ist das Zimmer vollkommen in Ordnung. Sogar unsere Rücksäcke, die ohne uns am Flughafen in Südafrika geblieben waren, werden uns spät abends noch zum Hostel gebracht.

Blick aus unserem Zimmer in den Innenhof des Safari Inn

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Überlandbus von der Hauptstadt zehn Stunden nach Arusha, in den Norden des Landes. Wir mögen die Fahrten mit den öffentlichen Bussen sehr, da man so schnell in Kontakt mit den Einheimischen kommt. Auch mit nur wenigen Wörtern Suaheli – mit Händen und Füßen klappt es auch *grins

Arusha ist unser Ausgangspunkt für die zehntägige Safari. Dort mieten wir auch unser Auto mit Dachzelt bei Fortes. Diese Autovermietung können wir uneingeschränkt empfehlen!! Der Besitzer namens Sarf ist super freundlich, schnell und sehr hilfsbereit und bietet robuste Fahrzeuge an. Aber dazu später mehr…

unser treuer Weggefährte!

Zunächst bleiben wir zwei Tage in Arusha. Die Stadt hat etwas mehr als 400.000 Einwohner. Dies merken wir vor allem auf dem quirligen Markt. Dort decken wir uns mit Obst und Gemüse für die Safari ein. Wir probieren in den einheimischen Restaurants neue Gerichte und sind faziniert von der Vielfalt der Düfte und Geschmacksvariationen. Wir werden überall freundlich und freudestrahlend empfangen und fühlen uns kein bisschen fremd, sondern willkommen! Karibu sana!

die Ausläufer des Marktes gehen über in die Stände am Straßenrand
Restaurant-Tipp von Sarf: Reis, Bohnen, Gemüse und Erdnüsse schmecken hervorragend
Pole Pole! Das gilt in Tansania nicht nur an der Baustelle… immer mit der Ruhe!

Ungewohnt ist die hohe Anzahl verschiedener Verkehrsteilnehmer. Das merken wir besonders, als wir selbst das erste Mal im Auto sitzen und zum Supermarkt fahren… Durch den Linksverkehr müssen wir uns nicht nur auf Autos „auf der falschen Seite“ einstellen. Viel schwieriger ist, dass Mopeds, Motorräder, Pferdekutschen, Handkarren, Minibusse, Fahrräder und sonstige selbstgebauten fahrbaren Untersätze aus allen Richtungen zu kommen scheinen. Aber: Der stärkere hat Vorfahrt! Und so lernen wir schnell, mit unserem Allrad-Jeep zielstrebig durch das Gewusel zu fahren.

die ersten Meter mit unserem Jeep durch Arusha

Im Supermarkt erfolgt der erste Zwischenstopp mit unserem Jeep, um uns Wasservorräte für die nächsten zehn Tage zuzulegen. Wir laden ca. 60 Liter Wasser in den Kofferraum zu unserer Camping-Ausrüstung, dem Reservekanister mit Diesel und dem Spaten.

Blick in den Kofferraum

Auf geht es Richtung Serengeti! Zunächst fahren wir durch kleinere Ortschaften bis zum Ngorongoro Nationalpark. Nach einiger Zeit erreichen wir das Massai-Gebiet und sehen immer wieder bunt gekleidete Einheimische mit ihren Tierherden. Unterwegs machen wir Pause am Wegesrand und können über den Lake Manyara blicken. Kaum sind wir ausgestiegen, kommen sofort mehrere Kinder der Massai angelaufen – woher auch immer… Wir wollen das Betteln der Kinder nicht unterstützen, denn viele werden von ihren Eltern statt zur Schule zu den Touristenorten geschickt, um so Geld zu verdienen. Aber das Essen wollen wir trotzdem mit ihnen teilen, denn das gehört schließlich auch zur Kultur der Massai. Wir schmieren Avocadobrote für alle und den Kindern scheint es genau so gut zu schmecken wie uns. Außerdem sehen wir unser erstes „wildes“ Tier, einen Pavian. Mit unseren Tips liegen wir beide falsch (Thomas: Zebra, Jenny: Gazelle) …

Tanz der Massai
Blick über den Lake Manyara
Pause am Wegesrand

Wir entscheiden uns, nicht in den Ngorongoro-Krater zu fahren, da es uns mit etwa 300 USD doch zu teuer ist. Zwar bietet der Krater eine gewisse Garantie, die Big-Five zu sehen, da die steilen Kraterwände quasi natürliche Barrieren darstellen und viele Tiere den Krater deshalb nicht verlassen, aber wir sind uns sicher, auch in der Serengeti ausreichend Tiere beobachten zu können. Der Parkplatz am Kraterrand liegt jedoch auf unserem Weg und so können wir zumindest die Aussicht genießen und die riesigen Tierherden von oben beobachten.

Blick in den Ngorongoro-Krater: Ja, die schwarzen Punkte sind Tiere …
… hauptsächlich Zebras, Gnus und Büffel

Bald geht es weiter…