Als unser Traum endete – Südkorea, Abschied und Rückflug | UnterwegsSein 9
Wir mussten eine Entscheidung treffen, die unsere einzige Option war: Der Rückflug nach Deutschland. Vor dem Abschied von Südkorea nehmen wir Euch aber noch einmal mit auf einen Roadtrip durch das Land, in dem wir uns so wohlgefühlt haben. Wir erzählen Euch, was diese Zeit mit uns macht, welche Leere und Enttäuschung in uns ist und wie viel Unsicherheit wir mit uns rumtragen.
Unser YouTube-Video #9 ist online! Die Story und Links zu unseren Erlebnissen in Südkorea findet ihr hier.
… übrigens ist das Video Teil der Serie: UnterwegsSein
Hier kannst du dir das Video „Als unser Traum endete – Südkorea Abschied und Rückflug“ angucken:
Für alle, die lieber lesen, statt zu gucken – oder nachträglich noch einmal lesen möchten – ist hier der Beitrag zum Video: Südkorea intensiv – Freiheit, die wir nicht erwartet haben. Und natürlich auch für uns selbst. Denn unser Blog ist einfach unser digitales Wohnzimmer. Also darf dieses neue Kapitel unserer Weiterentwicklung auf Reisen hier natürlich nicht fehlen!
Reise & Mindset Serie: UnterwegsSein
Schon seit Ewigkeiten haben wir für uns den Wunsch formuliert, auch bei YouTube präsent zu sein. Wir lieben es, klassische Reisethemen mit der Reise zu uns selbst zu verbinden und gleichzeitig etwas zurückzugeben. In drei Worten: Reisen. Wachsen. Wirken.
So haben wir zu unserem Format gefunden: Eine Serie auf YouTube, in der wir alle unsere Reiseziele zeigen und Euch erzählen, was diese Reisen mit uns gemacht haben. Wir teilen unsere innere Reise und unsere Learnings mit Euch. Herzlich willkommen!
Herzlich willkommen bei „Südkorea Abschied und Rückflug“
Hey, zum ersten Mal auf unserer Reise gibt es wirklich keine Option mehr für uns, außer den Rückflug. Bei UnterwegsSein 9 teilen wir mit Euch eine Entscheidung, die wir schweren Herzens treffen mussten. Vorher nehmen wir Euch aber noch einmal mit durch Südkorea, das Land, in dem wir uns so wohlgefühlt haben und sogar den Aufenthalt verlängern konnten.
Vielleicht wollten wir es nicht wahr haben oder haben auch immer noch gehofft, dass sich eine Option auftut. Aber schlussendlich blieb uns nur noch der Rückflug in das Land, in dem wir nichtmals mehr eine Wohnung hatten. Wir zeigen Euch, was das mit uns macht, welche Leere und Enttäuschung in uns ist und wie viel Unsicherheit wir mit uns rumtragen.
Zyklisches leben und entwickeln
Jenny:
Meine Erfahrungen und Learnings auf dem Roadtrip durch Südkorea waren ja wirklich sehr unterschiedlich. Am Anfang war es eher noch ruhig, da haben wir nicht so viel gemacht und ich hatte mehr Zeit für die Innenschau und für die Themen der letzten Wochen. Am Ende sind wir dann schneller gereist und haben mehr gesehen und da habe ich richtig gemerkt, dass ich im Außen bin und die Themen wieder in Vergessenheit geraten sind oder irgendwie einfach nicht präsent waren. Aber das ist ja auch okay.
Ich habe gedacht, es kann ja auch nicht in der Intensität weitergehen und jeden Tag so intensiv sein, mit neuen Erkenntnissen, neuen Erfahrungen und Perspektivwechseln. Da darf zwischendurch auch mal wieder ein bisschen Abwechslung reinkommen. Ich habe mich richtig gefreut auf diesen Roadtrip und das ist ja vielleicht auch schon so ein kleines Learning, dass alles in Wellen kommt oder zyklisch, wie auch das Leben ist. Man hat Phasen, in denen man intensiver arbeitet und Erkenntnisse hat und andere Phasen, in denen man wieder mit anderen Dingen beschäftigt ist.
Energie und Fokus lenken
Jenny:
In Busan habe ich gemerkt, dass ich meine Energie und meine Aufmerksamkeit ganz zielgerichtet lenken kann. Das war für mich richtig faszinierend und neu, das zu entdecken. Und zwar waren wir mehr in der Wohnung, oder ich zumindest, weil es mir körperlich nicht so gut ging. Zwar kam dann auch immer mal wieder dieser Opfergedanke, so: Ich kann ja jetzt nichts machen und mir geht es so schlecht… Aber ich habe dann auch diesen Shift hinbekommen zu: Ich versuche aber jetzt das, was möglich ist.
In dieser Achtsamkeitschallenge, von der wir schon erzählt habe, haben wir ja immer diesen Bodyscan gemacht, wo es darum geht, einmal gedanklich durch den Körper zu gehen und die Körperteile zu fühlen. Da habe ich gemerkt, wenn ich meine Aufmerksamkeit dahin lenke, dass dann auch die Energie dahin fließt. Also ich habe die Veränderung spüren können und es war richtig krass, das so zu sehen, dass ich das kann und dass es möglich ist.
Einfluss unterdrückter Gefühle
Jenny:
Die zweite Sache, die mir in Busan sehr bewusst geworden ist, ist, wie viele Anteile in mir von der Kindheit, durch die Eltern, Schule und was auch immer geprägt sind und was es heute noch für Auswirkung auf mich hat.
Schon vor der Weltreise haben wir mit Innerer Kind Arbeit angefangen. Jetzt hatte ich in Busan ein Online Seminar dazu gemacht, wo ich auch Fragen stellen konnte und eine richtige Community zum Austausch hatte. Das hat mir richtig gut getan. Vor allem in dieser Situation, dass es mir ja nicht so gut ging und Thomas sich sehr viel um mich gekümmert hat. Ich konnte es gar nicht annehmen, dass er einkaufen war oder gekocht hat. Ich hätte ja auch sagen können, wow, das ist ja richtig cool, dass er das ohne zu fragen macht und einfach da ist. Aber in mir war eher der Gedanke: Ich kann ja nichts machen, also habe ich ja keinen Mehrwert für ihn, also bin ich nichts wert.
Und das so klar zu sehen, dass viele Gefühle und Gedanken, die ich heute wahrnehme, nur aus diesen Erfahrungen aus der Vergangenheit kommen und gar nicht aus der aktuellen Situation, das hatte ich vorher in diesem Umfang und in diesem Bewusstsein auf keinen Fall.
Wir sind energetisch verbunden
Thomas:
In unserer Zeit in Seoul habe ich mich bereits viel mit mir selbst beschäftigt. In Busan kam aber dann die Erkenntnis dazu, wie super Onlinekurse funktionieren. Heutzutage sehe ich das als selbstverständlich an und viele von Euch wahrscheinlich auch. Aber damals war es eine absolut neue Erkenntnis. Ich hätte es mir auch gar nicht so richtig vorstellen können, dass wir irgendwo sitzen, an uns arbeiten und die anderen Teilnehmer und der Coach sitzen auf dem anderen Kontinent. Aber da habe ich gemerkt, dass es funktioniert. Wir haben so intensiv die Energien der anderen Teilnehmer gespürt.
Das ist auf jeden Fall ein schönes Learning aus der Zeit in Busan. Und hätte mir das jemand gesagt, dass wir mittlerweile auch online Angebote haben? Dann hätte ich wahrscheinlich gelacht. Mittlerweile bin ich aber so überzeugt davon, dass das funktioniert.
Jeder hat seine Wahrheit
Thomas:
Kennst du das auch? Du erlebst eine Situation und andere Leute sagen dir, nein, so war das gar nicht. Es war doch komplett anders. Und das führt mich zu dem Learning, ich habe meine eigene Wahrheit.
Das habe ich sehr stark in der Arbeit an mir gemerkt. Da hatte ich im Video über unsere Zeit in Seoul schon etwas zu erzählt, dass ich dort auch mein Inneres Kind entdeckt habe. In Busan habe ich das noch einmal intensiviert und bin in viele Situationen zurückgegangen, die ich in der Kindheit erlebt habe. Welche Gefühle waren da in mir, was ist genau passiert und wie betrachte ich diese Situation jetzt? An dieser Stelle ist es überhaupt nicht relevant, wie andere Menschen, z.B. aus meiner Familie, diese Situation empfunden haben.
So wie ich es spüre und betrachte, so war es für mich. So ist es bei mir abgespeichert. Das ist meine Wahrheit. Und genau an diesem Punkt kann ich auch ansetzen und an mir arbeiten. Das war mir vorher in dieser Konsequenz gar nicht bewusst. Wenn mir jemand gesagt hat, so war es nicht, dann habe ich selber an mir gezweifelt. Jetzt weiß ich, es ist egal. Meine Wahrheit ist so und sie ist es wert, angeguckt zu werden. Dieses Learning habe ich auf jeden Fall mitgenommen und bin da sehr dankbar für.
Ich möchte mehr Tiefe in Begegnungen
Jenny:
Und ich fand es dort (Busan, Gamcheon Village) super spannend zu sehen, was die Menschen da geschafft und erreicht haben. Also, es gibt so schöne Street Art, es ist ganz bunt, überall Kunstwerke in den Straßen. Es ist wirklich schön, da durchzulaufen. Es hat mir richtig gut gefallen. Was ich aber dann dachte, wir saßen auf so einer Dachterrasse, wo man über das ganze Viertel und über die Stadt bis zum Meer blicken konnte: Mmmh, dass die Leute vielleicht nicht gesehen sind. Wir sehen das Viertel, aber eigentlich fehlt der Kontakt zu den Menschen.
Und da habe ich für mich gemerkt, dass das meine Motivation ist, zu reisen, also dass ich insbesondere davon so erfüllt werde, mit anderen zu sprechen und ihre Geschichte zu hören. Das inspiriert mich einfach so, was andere Leute erreicht haben, was sie für Denkweisen haben, Herangehensweisen, das ist wirklich was, was mich richtig glücklich macht.
Neue Blickwinkel auf Ernährung
Jenny:
Die nächste Station auf unserem Roadtrip durch Südkorea ist Jeonju und das können wir Euch wirklich sehr empfehlen. Es hat sich für uns angefühlt wie ein Freilichtmuseum. Da könnt ihr wirklich viel von der Kultur und Tradition Südkoreas kennenlernen. Es gibt diese traditionellen alten Häuser, die Hanoks, die wir schon in Seoul auch gesehen haben. Außerdem haben wir auch das typische Essen noch einmal ganz anders kennengelernt.
In Jeonju haben wir das berühmte Bibimbab gegessen. Was ich super schön finde, ist, allein das schon anzugucken. Es gibt es natürlich mit Fisch, Rinfleisch ist glaube ich typisch und mit Ei, aber man kann es auch vegan mit Tofu essen. Immer ist es aber so, dass es verschiedene Farben hat. Das wurde uns vorher schon einmal erklärt, dass z.B. jedes Essen fünf Farben hat, damit man einfach bunt isst und gut genährt ist mit allem, was man braucht. Und das fand ich so spannend, das zu sehen, vor allem auch, dass ihnen das so bewusst ist.
Also nicht: Ich mache jetzt ein bisschen Salz dran, weil dann schmeckt’s besser. Sondern diese ganzen Gewürzpasten und Mischungen, die sie da anrühren und das Gemüse sowieso, ist immer alles bunt. Ich mache wirklich Zutaten in mein Essen, in dem Wissen, was es mir jetzt gerade für den Körper bringt. Das fand ich so genial, das erlebt zu haben und davon nehme ich mir auf jeden Fall etwas mit.
Bedeutung von Erdung
Jenny:
In Jeonju haben wir uns auch die traditionelle Kleidung (Hanbok) ausgeliehen. Das machen übrigens viele Südkoreaner. Denn es gibt in Jeonju sehr viel inländischen Tourismus.
Geschlafen haben wir ganz klassisch in einem Hanok. Wenn man das bucht, bekommt man eigentlich ein leeres Zimmer, mehr oder weniger. Da sind dann diese dünnen Futons drin, diese Matten, worauf man auf dem Boden schlafen kann. Sonst gibt es nicht viel in dem Zimmer. Der Spiegel hängt dann unten auf Fußbodenhöhe und eine Ablagefläche gab es. Das war’s.
Ich fand das interessant, dass die Koreaner ursprünglich in den Hanoks auf dem Boden geschlafen haben. Weil es für den Körper besser ist, also für die Wirbelsäule, dass man fester liegt und dass man ja auch viel mehr verbunden ist mit der Erde. Also im wahrsten Sinne des Wortes geerdet ist.
Thomas und ich haben auf jeden Fall super gut geschlafen auf unserem Futon in dem Hanok. Bis ich in Hamburg eingezogen war, also vorher im Studium und in meinem ersten Job, habe ich auch immer auf dem Boden geschlafen. Weil ich gemerkt habe, dass es mir einfach richtig gut tut. Vielleicht mache ich das in meiner nächsten Wohnung auch wieder, mal gucken. Aber das war einfach eine coole Erfahrung. nochmal zu fühlen, wie gut das eigentlich ist, geerdet zu sein.
Komm ins Handeln
Jenny:
Der restliche Roadtrip hat uns dann noch zu zwei ganz besonderen Tempeln geführt und zu einem Bambuswald. Ich muss sagen, dieser Bambuswald war für mich wirklich richtig schön. Es war so mystisch und ich habe mich fast wie in einer anderen Welt gefühlt. Das war ja eine tolle Erfahrung.
Einige Wochen vorher hatte ich ein Bild gesehen von einem Tempel, den ich unbedingt sehen wollte. Es war so super schwer, den zu finden, weil die Schreibweise immer anders ist, Google Maps nicht funktioniert in Südkorea und auf anderen Karten dann wieder andere Schreibweise war. Am Ende waren wir uns nicht einmal sicher, ob das dann wirklich der ist. Erst vor Ort haben wir dann gesehen, dass wir tatsächlich richtig sind.
Der Aufwand hat sich absolut gelohnt. Zwischendurch haben wir schon gedacht, ach komm, wir haben uns so viele Tempel angeguckt, muss es jetzt ausgerechnet der sein, wir finden ihn doch nicht und waren genervt. Es hat so ewig gedauert! Aber neune! Das hat mich noch einmal bestätigt: Wenn ich etwas möchte, dann gehe ich auch den Weg und nehme den Aufwand in Kauf. Letztlich war es so schön und ich hätte mich richtig geärgert, wenn wir den nicht gesehen hätten.
Andere Kulturen bereichern mich
Thomas:
Etwas andere Erfahrungen habe ich dann in Gongju gemacht, als wir zwei wirklich völlig verschiedene Tempelanlagen angeguckt haben. Da war es wirklich krass, diesen Gigantismus zu sehen. Auf der einen Seite war es wunderschön anzugucken. Aber auf der anderen Seite hat mir ein bisschen der Charakter der anderen Tempelanlagen in Korea gefehlt.
Etwa 20 km entfernt von Gongju, waren wir noch im Magoksa Tempel. Und das ist wiederum ein Tempel, der sehr alt ist und der mich total begeistert hat. Die Atmosphäre fand ich total schön, so komplett anders. Und deshalb sage ich immer wieder: Ich liebe es in neue Kulturen und neue Länder einzutauchen. Genau diese unterschiedlichen Sachen zu sehen und diese Welt zu entdecken, tut mir so gut. Ich habe richtig gespürt, wie ich mich durch das Entdecken für neue Sachen öffnen kann.
Angst mein neues Ich zu verlieren
Jenny:
Als wir zurück waren in Seoul, hatten wir nur noch so zwei, drei Tage Zeit und die haben wir wirklich ruhig angehen lassen. Wir sind noch einmal durch das Viertel gelaufen, wo wir gewohnt haben, ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof und waren auf ein paar Märkten, die uns gefallen hatten.
Aber woran ich mich besonders erinnere, ist der letzte Abend. Mir ging es so schlecht! Ich bin dann aus der Wohnung raus und draußen durch das Viertel gelaufen. Ich weiß noch, ich habe diese fremde Kultur, diese Schriftzeichen überall richtig aufgesogen und mich über alles gefreut, was ich nicht kannte. Ich wollte das so bewahren, diese Erinnerung und ich war richtig traurig. Später habe ich gemerkt, dass ich schon fast Angst hatte, zurückzufliegen nach Deutschland.
Klar, es war alles ungewiss. Wir haben da keine Wohnung, wir haben da keine Sachen, wir haben nur unsere Backpacks. Was sollen wir jetzt in Deutschland? Natürlich ist es irgendwie unser Heimatland, aber es konnte uns in dem Moment nichts geben, was wir nicht woanders auch gefunden hätten. Deshalb war es so schwierig für uns, zurückzugehen, weil wir überhaupt nicht wussten, was passiert.
Aber diese Angst, dachte ich, kommt doch vielleicht noch woanders her. Ich habe mich gefragt, warum ist da so ein Anteil in mir, der das so ablehnt oder so kritisch sieht, zurück nach Deutschland zu gehen. Und wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass ich noch immer diese alte Rolle habe. Viele kennen mich als Jenny in der Rolle, die ich dort eingenommen habe. Vielleicht kann ich da gar nicht ich selbst sein? Ich weiß es nicht. Das sind so Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen sind, die ich gerne teilen wollte.
Neue Perspektiven auf mich selbst
Thomas:
Nach unserem Roadtrip waren wir noch zwei, drei Tage in Seoul. Das war eine ganz komische Zeit. Irgendwie habe ich das vorher immer weggeschoben und gedacht, irgendeine Lösung wird sich schon finden. Aber in Seoul war dann klar: Nein, es gibt diese Lösung einfach nicht mehr. Dann war so viel Leere, Enttäuschung, Trauer und Wut in mir, und auch Angst, wie es jetzt weitergeht.
Ich finde es so krass, wie man gleiche Situationen völlig unterschiedlich erleben kann. Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her, dass wir den Sprung ins Ungewisse gewagt haben und auf unsere Weltreise aufgebrochen sind. Jetzt springen wir wieder ins Ungewisse, indem wir nach Deutschland zurückfliegen. Wir haben dort keine Wohnung. Wir wissen überhaupt nicht, was uns da als nächstes erwartet. Und diesmal füllt mich das so stark mit negativen Gefühlen. Der einzige Unterschied und das ist vielleicht auch der entscheidende Unterschied ist, dass wir es uns diesmal nicht aussuchen konnten und die andere Entscheidung einfach bewusst war.
Aber mein Learning daraus ist: Ich merke immer mehr, was in mir los ist. Dass ich diese Gefühle überhaupt spüre und zulasse und annehme, dass sie jetzt da sein dürfen. Das ist auf jeden Fall ein sehr positiver Schritt. Natürlich hilft es nichts für unsere Reise, wie oder ob die dann überhaupt weitergehen kann. Trotzdem hat mir dieses halbe Jahr der Reise bislang sehr viele neue Möglichkeiten und sehr viele neue Perspektiven auch von mir und über mich selber gezeigt. Und trotz all dieser Widrigkeiten auf der Reise waren das auf jeden Fall super schöne Erfahrungen und ich hoffe doch sehr, dass da noch viel mehr dazu kommen.
Das Ende unserer Weltreise?
Jenny:
Der endgültige Abschied von Südkorea war für mich dann vom Flugzeug aus. Es war so verrückt, in dieser Riesenmaschine zu sitzen, mit so viel Crew, viel mehr als Passagiere. Das Flugzeug war ja fast leer. Ich glaube, wir haben von unserem Sitz gar keinen anderen gesehen, weil die so weit weg saßen.
Jetzt bekomme ich auf einmal Gänsehaut… Es war so krass, dann noch einmal Südkorea von oben zu sehen. Das ist für mich meistens der Moment des Abschieds, wenn wir denn fliegen. Diesmal war es zudem das Ungewisse, also wohin gehen wir, was machen wir hier eigentlich? Wir wollten bleiben, aber wir mussten gehen. aber wohin? Und ich glaube deswegen fiel mir der Abschied auch so schwer, mit viel Trauer und Leere. Leere vor allem.
Das seht ihr dann im nächsten Video, wo wir gelandet sind und was wir machen. Vielen Dank, dass ihr mit uns durch Südkorea gereist seid.
Das Video zu diesem Beitrag findest du auf unserem Kanal: weitglücklich@youtube
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(Wie) geht unsere Reise weiter? Wir sind wirklich planlos, überfordert und völlig offen… Daher sind wir selber gespannt, was wir Euch beim nächsten Mal berichten können. Alles Liebe Thomas und Jenny