Namibia: Unsere Campsites 2021

Einsame Campsites in spektakulärer Landschaft und gut gefüllte Campsites an den Touristen-Hotspots. So vielfältig wie das Land, sind auch die verschiedenen Übernachtungsorte bei unserem Roadtrip durch Namibia. Haben wir im Vorhinein gebucht? Welche Campsites können wir empfehlen? Wie fällt unser Fazit in 2021 aus? All diese Fragen beantworten wir Euch in diesem Beitrag.


Unsere Namibia Beiträge

Mit einem 4×4-Geländewagen und Dachzelt fahren wir drei Wochen durch die Weiten Namibias. Unser Bett befindet sich im Dachzelt auf einem Toyota Hilux und steht auf ganz unterschiedlichen Campsites.

Wenn Euch unsere Reiseberichte von Namibia interessieren, findet ihr diese hier. Unsere genaue Route stellen wir Euch in einem separaten Beitrag vor. Außerdem stellen wir Euch noch allgemeine Informationen und unsere Reisetipps zusammen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen ja bei der eigenen Planung einer Campingreise nach Namibia.

Unsere Namibia Campsites 2021 in der Übersicht

Campsites in Namibia – Planen und Buchen

Wann buchen?

Viele Campsites in Namibia waren 2021 online buchbar. Dass eine Buchung im Vorfeld jedoch für alle Plätze zwingend notwendig ist, würden wir nicht sagen. Selbst in den Nationalparks waren immer ausreichend Plätze vorhanden. Nur für die Nationalparks und die Campsites bei den berühmten Dünen rund um Sossusvlei empfehlen wir eine frühzeitige Reservierung vor Reisebeginn definitiv. Diese Campsites sind dann weit im Voraus zu buchen, teilweise mehr als ein Jahr. So haben wir es zumindest von anderen Reisenden gehört. Denn im Pandemie-Jahr 2021 war natürlich alles leer und entspannter.

Wo buchen?

Die Campsites in den Nationalparks sind im Wesentlichen unter staatlicher Leitung. Der Vorteil ist, dass diese zentralisiert online über die Homepage des NWR (Namibia Wildlife Resort) gebucht werden können. Aber auch bei den meisten anderen Campsites war eine Online-Anfrage möglich, häufig auch eine Online-Buchung mit direkter Bezahlung. Alles in allem haben wir das Buchen als sehr unkompliziert empfunden.

Wie und wo wir die einzelnen Campsites angefragt, reserviert oder gebucht haben, lest ihr bei der Beschreibung der Campsites (unten).

Die meisten Unterkünfte haben wir vor unserem Namibia-Roadtrip in 2021 kontaktiert. Von 20 Nächten hatten wir 16 im Vorfeld mindestens angefragt. Der Hintergrund ist allerdings, dass es unklar war, ob wir pandemiebedingt ein Reiseprogramm benötigen. Daher wollten wir auf Nummer sicher gehen und unsere ungefähre Route mit Unterkünften belegen können. Im Endeffekt haben wir es nicht gebraucht.

Wenn wir noch einmal nach Namibia reisen sollten, würden wir nur die Campsites in den Nationalparks vorbuchen.

Einige Campsites in Namibia sind an das Online-Portal nightsbridge angeschlossen. Darüber können Stellplätze gebucht und auch bezahlt werden. Macht Euch nicht verrückt, wenn die Bezahlung per Kreditkarte nicht funktionieren sollte. Unserer Erfahrung nach reicht eine kurze Mitteilung an die Campsite per E-Mail. Bezahlen könnt ihr dann vor Ort. Uns ist dies einige Male passiert und wir hatten das Gefühl, die Menschen vor Ort sind mit diesen Problemen sehr vertraut.

Ausstattung der Campsites

Es war in jeder Unterkunft super ruhig! Überall war mehr als ausreichend Platz und wir hatten immer einen fantastischen Sternenhimmel. Jede Campsite hat eine Feuerstelle für das abendliche Lagerfeuer und das beliebte braai, wie das Grillen im südlichen Afrika genannt wird. Für eine echte Safari-Atmosphäre war also gesorgt! Im Gegensatz zu Botswana waren die Campsites in Namibia, bis auf Ausnahmen wie am Diaz Point, häufig eingezäunt. Das finden wir persönlich etwas schade.

Wenn es eine Wasserversorgung gab, hatten wir oft einen eigenen Wasserhahn an unserem Stellplatz. Aber Achtung: Nicht immer ist dies Trinkwasser. Manchmal ist es nur Frischwasser zum Spülen usw.

Strom gab es meistens, Internet dagegen selten. Details findet ihr in der Beschreibung der einzelnen Campsites (unten).

Sanitäre Anlagen, also Toilette und Dusche, hatten wir überall in Form des sogenannten ablution block. Insbesondere auf den staatlichen Campsites sind die sanitären Anlagen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Bei den privaten Campsites gab es öfter sogar private Badezimmer am Stellplatz. Durch die Umzäunung der Campingplätze war es in Namibia auch möglich, gefahrlos im Dunklen auf Toilette zu gehen. Warmes Wasser war entweder vorhanden oder konnte mit einem Ofen für die Dusche erwärmt werden.

Camping-Regeln auf einer Safari

In Namibia ist die Gefahr von Wildtierbesuch auf den Campsites nahezu nicht vorhanden. Die Zäune um die Stellplätze verhindern dies. Auch wenn das Übernachten aus unserer Sicht dadurch absolut sicher ist, empfehlen wir die Beachtung von ein paar allgemeinen Regeln trotzdem, auch für die Safaris:

(1) Ihr seid zu Gast im Reich der Tiere! Macht Euch bewusst, dass die Tiere die Regeln vorgeben. Ihr verhaltet Euch so, dass die Tiere nicht bedrängt oder gestört werden. Lieber haltet ihr etwas mehr Abstand, als zu wenig.

(2) Lasst niemals Essen offen herumliegen! Das gilt für den kompletten Camping-Bereich und insbesondere für das Zelt! Lebensmittel sollten in den Kühlschrank oder sicher verstaut in eine geschlossene Box. Elefanten stehen wohl besonders auf Zitrusfrüchte und nehmen alles auseinander, um daran zu kommen. Wir haben auch schon Affen durch offene Rückfenster springen sehen und dann mit einer Chipstüte wieder rauskommen. Das ist nicht nur ungesund für die Tiere, es kann auch gefährlich für Euch werden.

(3) Inspiziert Euren Schlafplatz bei der Ankunft! Hängt im Baum über Euch eine Schlange? Findet ihr sonstige Tiere, die lieber nicht gestört werden möchten?

(4) Nachts läuft man nicht draußen herum! Wenn der Stellplatz umzäunt ist, könnt ihr den Weg ausleuchten und den ablution block aufsuchen.

(5) Ruhig bleiben, falls ihr doch einmal umgeben sein solltet von Löwen oder anderen gefährlichen Tieren. Grundsätzlich wollen Euch die Tiere nichts. Sie kennen keine Menschen und interessieren sich deshalb gar nicht für dich. Erst durch Weglaufen erregt ihr die Aufmerksamkeit der Tiere. Weglaufen tut nämlich normalerweise nur ihre Beute. Richtet Euch stattdessen so groß wie möglich auf und sprecht mit lauter Stimme, ohne zu schreien.

(6) Keinen Dreck zurücklassen! Ok, das sollte selbstverständlich sein. Es schadet der Umwelt und den Tieren. Punkt.

Kurz zusammengefasst: Setzt Euren gesunden Menschenverstand ein und ihr werdet unvergessliche Erlebnisse auf Eurer Safari haben!

Unsere Campsites im Detail

Xain Quaz Camp – Gobabis

Unsere erste Nacht auf unserem Roadtrip haben wir kurz vor der Grenze zu Botswana verbracht. Vor Ort waren wir die einzigen Gäste und sind herzlich von der sehr netten Besitzerin begrüßt worden.

Ohne Erwartungen an die Campsites in Namibia im Allgemeinen kamen wir an und waren sehr positiv überrascht. Auf dem sehr großen Stellplatz hatten wir ein eigenes Haus mit Waschbecken, Toilette und Dusche! Außen gab es eine Feuerstelle, und einen überdachten Bereich mit Spülbecken und Kochnische. So top ausgestattet hätten wir das im Vorhinein nicht erwartet. Im Nachhinein können wir sagen, dass das fast der Standard war.

Am Morgen wurden wir von den Angestellten mit Kaffee und rusks versorgt. Auf der weitläufigen und gepflegten Anlage gibt es einen großen Garten und einen Pool. Beides haben wir nicht genutzt, obwohl es einladend aussah!

Eine Buchung hatten wir vor unserer Ankunft nicht. Vermutlich könnt ihr eine Übernachtung aber per E-Mail (xainquaz@iway.na) anfragen. Bezahlt haben wir vor Ort mit unserer Kreditkarte.

  • Kosten: 19,50 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: kaltes Wasser außen, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: ja
  • Fazit: sehr gut – weitläufig und top gepflegt

Düsternbrook Guest Farm – Düsternbrook

Es gibt zwei Campsites auf dem Gelände der Düsternbrook Guest Farm. Eine Campsite ist etwas luxuriöser, mit Strom an jedem Platz und warmen Wasser in den Sanitäranlagen. Die zweite Campsite ist einfacher und hat weniger sanitäre Anlagen. Wasser muss selbst durch das Verbrennen von Holz erwärmt werden. Dafür ist diese Campsite billiger.

Wir hatten diese einfachere Campsite auf unserer Anreise zum Etosha-Nationalpark ausgesucht. Sie liegt ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Ghanzi (Botswana) und dem östlichen Parkeingangstor von Etosha. Da wir erst abends in Düsternbrook ankamen und die einzigen Gäste waren, durften wir auf der teureren Campsite stehen.

Begeistert waren wir von der tollen Landschaft und dem riesigen Gelände, das zu der Düsternbrook Guest Farm gehört. Spontan haben wir am nächsten Morgen eine kleine Wanderung gemacht, die uns gut gefallen hat. Die Lage in der Nähe von Windhoek macht die Campsite zu einem guten Platz für die erste oder letzte Nacht auf einem Namibia-Roadtrip. Nur die relativ enge Umzäunung hat uns etwas gestört.

Gebucht hatten wir vorher nicht. Dies ist allerdings problemlos über die Webseite möglich. Als wir abschätzen konnten, wann wir die Düsternbrook Guest Farm erreichen, haben wir am Nachmittag dort angerufen und telefonisch reserviert. Bezahlt haben wir vor Ort mit unserer Kreditkarte.

  • Kosten: 30,75 € pro Nacht (für die günstigere Campsite)
  • Sanitäranlagen: Gemeinschaftsbad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: nein
  • Fazit: gut – Gemeinschaftsbad OK, Landschaft super

Onguma Leadwood Campsite – Onguma

Onguma ist ein privates Wildreservat und grenzt unmittelbar an den Etosha-Nationalpark. Es gibt mehrere Lodges und zwei Campsites auf dem Gelände. Wir waren für eine Nacht auf der günstigeren Onguma Leadwood Campsite. Erstmalig war auf unserer Campsite noch ein anderer Platz belegt. Es war allerdings recht weitläufig und daher trotzdem ruhig. Die Campsite an sich war eher unspektakulär, ohne eine schöne Aussicht oder ein anderes Highlight. Vom Onguma Camp Gate bis zur Campsite fährt man 10 Kilometer in etwa 30 Minuten.

Für uns war es nur als kurzer Zwischenstopp geplant, um am nächsten Morgen sehr früh in den Etosha-Nationalpark zu fahren. In normalen Tourismuszeiten können die verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten im Onguma Wildreservat auch als günstigere Option zu den staatlichen Campsites und Lodges im Etosha-Nationalpark dienen. Angebote wie geführte Safaris durch den Etosha-Nationalpark und viele weitere Touren haben wir nicht wahrgenommen.

Die Campsite haben wir über die Onguma-Webseite online gebucht. Die Website ist sogar in deutscher Sprache verfügbar. Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte über das Online-Portal nightsbridge, an das viele Unterkünfte angeschlossen sind. Vor Ort mussten wir für zwei Personen noch 100 N$ (5,70€) Rhino Levy bezahlen.

  • Kosten: 39,06 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: ja, aber nur im Haupthaus
  • Fazit: OK – als Alternative für Übernachtungen im Etosha-Nationalpark

Halali Restcamp – Etosha Nationalpark

Unsere erste staatliche Campsite in Namibia war eine komplett neue Erfahrung für uns. Zwar war der Platz nicht voll belegt, aber immerhin etwa ein Drittel der 60 Stellplätze. Das Halali Restcamp liegt mitten im Etosha-Nationalpark und hat ein eigenes, nachts beleuchtetes Wasserloch.

Die Campsite besteht eigentlich nur aus einer großen Wiese. Die vorhandenen ablution blocks waren bei dieser Belegung der Campsite ausreichend. Eine Grill- und Wasserstelle gibt es an jedem Platz. Ob ihr es glaubt oder nicht: Ein Stellplatz wurde sogar mit Handtüchern reserviert!! (Na, wer möchte auf eine Nationalität tippen? *grins) In der Mitte der Wiese steht die Zebra Bar. Diese war bei unserem Besuch (zum Glück?) geschlossen. Wir können uns vorstellen, dass es bei einer geöffneten Bar und voller Belegung ganz schön laut zugeht.

An dem camp-eigenen Wasserloch konnten wir von einer Tribüne aus mehrere Nashörner und eine große Elefantenfamilie bestaunen. Allerdings hat uns das Flair eher an einen Zoo als an eine Safari erinnert. Ein abgesperrter Bereich, hohe Zäune, eine Überdachung, Besucher im Schickimicki-Outfit mit Rotweingläsern in der Hand… All dies musste ich (Jenny) schon sehr wohlwollend ausblenden!

Wir haben das Halali Restcamp über die Webseite des NWR online gebucht und per Kreditkarte bezahlt. Es gab nach der Zahlung kurzzeitig technische Probleme. Wir wurden dann aber von Mitarbeitern des NWR (Namibia Wildlife Resorts) kontaktiert und konnten alles per E-Mail klären.

  • Kosten: 22,98 € pro Nacht (sonst 50€)
  • Sanitäranlagen: Gemeinschaftsbad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: nein
  • Fazit: OK – für uns zu viel Trubel

Hoada Campsite – Damaraland

Unglaublich schön! Das verhältnismäßig kleine Areal der Hoada Campsite mit acht Stellplätzen ist mitten im Nirgendwo. Kamanjab als nächstes Dorf ist etwa 75 Kilometer entfernt. Unser Stellplatz ist umgeben von mehreren Metern hohen Granitfelsen. Die Außendusche und die Toilette sind zwischen den Felsen eingebettet. Das Wasser wird über einen externen Ofen erwärmt. Ein Mitarbeiter hatte uns das Feuer aber bereits angemacht. So konnten wir am Abend unter freiem Himmel duschen und sogar die Milchstraße dabei sehen. Unvergesslich!

Zwischen einigen Felsen führt ein Weg zu einem Aussichtspunkt über das Damaraland. Es gibt einen Pool und eine kleine Bar. Letztere wurde extra für uns geöffnet. So konnten wir auf einem der Felsen sitzen und den Sonnenuntergang mit einem kühlen Getränk genießen. Hätten wir vorher gewusst, wie schön es dort ist, hätten wir definitiv mindestens ein oder zwei Nächte mehr gebucht.

Es besteht die Möglichkeit, mit einem Mitarbeiter der Campsite ein San-Dorf zu besuchen. Wären wir länger auf der Campsite geblieben, hätten wir das Angebot wahrscheinlich wahrgenommen. Später sehen wir am Wegesrand allerdings ein öffentliches „Museum“ (das Wort erscheint uns überhaupt nicht als passend) und wissen nicht, ob wir nicht dorthin gelaufen wären. Von der Entfernung würde es jedenfalls hinkommen… Bei Interesse, informiert Euch am besten vorher, was genau die Unternehmung beinhaltet.

Gebucht haben wir online über die Webseite der Hoada Campsite. Die Kreditkartenzahlung über das Online-Portal nightsbridge hat nicht funktioniert, so dass wir vor Ort bar bezahlt haben.

  • Kosten: 27,86 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: ja, kann über einen Ofen erhitzt werden
  • Strom: nein
  • WLAN: nein
  • Fazit: sehr gut – ein absolutes Highlight

Aba Huab Camp – Twyfelfontein

Nachdem wir die letzten Tagesgäste bei den Felsmalereien von Twyfelfontein waren, brauchten wir eine Campsite in der Nähe. In der Dämmerung haben wir als erstes das Aba Huab Camp entdeckt. Da wir müde waren und nicht im Dunklen fahren wollten, sind wir spontan dort geblieben. Der Strom funktionierte nicht. Der Zustand der sanitären Anlagen war dürftig. Ganz hinten im letzten Winkel eines dunklen Labyrinths waren mit Vorhängen Toiletten abgeteilt.

Von den Angestellten wurden wir nicht richtig beachtet. Zum Glück war noch ein anderes Pärchen dort, mit denen wir uns unterhalten haben. Abgeschieden von allem war es sehr ruhig. Die einzelnen Stellplätze sind sehr groß und liegen an einem trockenen Flussbett.

Gebucht hatten wir vorher nicht und direkt bei unserer Ankunft bar bezahlt. Ohne den Stromausfall wäre eine Kartenzahlung angeblich möglich gewesen. Wir sind uns da allerdings nicht so sicher.

  • Kosten: 20,06 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: Gemeinschaftsbad OK
  • Wasser: warmes Wasser im Bad/ Dusche
  • Strom: nein
  • WLAN: nein
  • Fazit: OK – etwas heruntergekommen

Alte Brücke – Swakopmund

Die Alte Brücke war für uns mit fünf Nächten ein wohltuender Zwischenstopp. Endlich konnten wir uns etwas organisieren, Wäsche waschen und das Internet nutzen. Fußläufig zum Atlantik und zum historischen Zentrum von Swakopmund ist die Lage der Campsite super. In Swakopmund gibt es richtig gutes Essen, tolle Cafés und viele Ausflugsmöglichkeiten.

Jede der 36 Campsites auf dem Gelände hat ein eigenes Bad mit Warmwasserdusche. Es war verhältnismäßig voll, knapp die Hälfte der Campsites waren belegt. Auch in den zugehörigen Chalets und im Restaurant war einiges los. Letzteres haben wir übrigens nicht getestet, es soll aber hervorragend sein.

Wir haben die Campsite über die Alte Brücke-Webseite online angefragt. Die Rückmeldung und Buchung erfolgte dann sehr zügig. Bezahlt haben wir per Kreditkarte, nachdem uns eine credit card authorization geschickt wurde. Spontan haben wir noch eine Nacht vor Ort verlängert und diese bar bezahlt.

  • Kosten: 25,07 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: ja, weitgehend stabil auch am Platz
  • Fazit: sehr gut! – Preis/Leistung super, sehr gepflegte Anlage

Sesriem Oshana – Sesriem

Eine Stunde früher in den Namib-Naukluft-Nationalpark und eine Stunde länger am Abend, das sind die zwei Gründe für die Sesriem Oshana Campsite. Der Park mit den berühmten Sanddünen von Sossusvlei öffnet normalerweise mit Sonnenaufgang und schließt zum Sonnenuntergang. Wenn ihr aber in der Oshana oder der staatlichen Campsite im Park seid, gelten die genannten Sonderregelungen. Da die staatliche Campsite sehr schlecht bewertet und nicht billiger war, haben wir uns für Sesriem Oshana entschieden.

Die Campsite ist mit einem eigenen ablution block für jeden Stellplatz gut ausgestattet. Die Plätze sind gepflegt und individueller als die gleich gegenüber liegende staatliche Campsite mit Gemeinschaftsbädern. Abends begegnen uns ein Schakal und ein Löffelhund (bat ear fox) direkt am Zelt. Vermutlich sind sie schon an die Menschen gewöhnt…

Im Vorhinein hatten wir gelesen, dass es zur Parköffnung am Morgen bereits Schlangen am Eingangstor gibt und es ziemlich laut zugeht. Bei uns war alles entspannt, dennoch haben wir eine Stunde vor Sonnenaufgang einige Autos gehört, die losgefahren sind.

Die Campsite haben wir online über die Webseite gebucht und per Kreditkarte über das Online-Portal nightsbridge bezahlt. Aufgrund einer Planänderung haben wir kurzfristig per E-Mail eine Verschiebung der Buchung angefragt. Dies hat problemlos funktioniert.

  • Kosten: 54,00 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: nein
  • Fazit: OK – wegen des zeitlichen Vorteils, aber viel zu teuer

Sossus Oasis – Sesriem

Nach einer Übernachtung auf der Sesriem Oshana Campsite sind wir die verbleibenden beiden Nächte außerhalb des Namib-Naukluft-Nationalparks. Die Sossus Oasis Campsite liegt unmittelbar vor dem Eingangstor zum Park. Zunächst hatte das warme Wasser nicht funktioniert, es wurde aber umgehend repariert. Die Campsites sind kreisförmig mit ausreichend Privatsphäre angeordnet, in der Mitte gibt es einen Pool. Außerdem sind eine Tankstelle und ein kleiner Shop auf dem Gelände. Wem ein Gemeinschaftsbad ausreicht, der kann auf der angrenzenden Campsite noch günstiger übernachten.

Am zweiten Tag waren alle zehn Stellplätze belegt. So eine Vollbelegung hatten wir sonst nie in Botswana oder Namibia. Wenn der Sonnenaufgang auf der Düne nicht ein Muss für Euch ist, würden wir die Sossus Oasis Campsite empfehlen. Es ist deutlich günstiger und es war auch viel ruhiger und schöner. Besonders die privaten Bäder haben uns super gut gefallen. Außerdem konnten wir von der Campsite bereits auf die ersten Sanddünen des Nationalparks blicken.

Sossusvlei mit seinen Sanddünen ist neben dem Etosha-Nationalpark der touristische Hotspot schlechthin in Namibia. Hier würden wir daher eine Vorab-Buchung empfehlen.

Wir hatten die beiden Nächte online gebucht. Über die Homepage der Campsite gelangt ihr zur Buchung auf das Online-Portal nightsbridge. Darüber könnt ihr per Kreditkarte bezahlen. Aufgrund unserer Planänderung hatten wir kurzfristig per E-Mail eine Verschiebung der Buchung angefragt. Dies hat problemlos funktioniert.

  • Kosten: 28,72 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: ja, aber nur am Eingang/Shop
  • Fazit: sehr gut – tolle Stellplätze und Bäder

Klein-Aus Vista Desert Horse Campsite – Aus

Wir waren zwei Nächte auf der Klein-Aus Vista Desert Horse Campsite. Das ganze Gelände ist riesig und die Campsite ist mehr als 1,5 Kilometer vom Haupthaus entfernt. Dort gibt es neben teureren Unterkünften auch ein Restaurant und Café, einen Pool und einen Garten. Leider hat der Besitzer einen unsympathischen Eindruck auf uns gemacht und der Kaffee im Restaurant hat nicht geschmeckt. Dafür haben wir hausgemachte und mega leckere rusks an der Rezeption gekauft. Deckt Euch damit auf jeden Fall ein! *grins

Die Campsite an sich liegt sehr schön mitten in der Natur. Leider konnten wir während unseres Besuches keine Chamäleons sehen, diese tummeln sich zu anderen Jahreszeiten dort in großer Anzahl. Dafür hatten wir am Morgen eine Pavianfamilie zu Besuch. Ansonsten gibt es auf dem Gelände verschiedene Wanderwege von bis zu 20 Kilometer Länge.

Die Stellplätze liegen recht dicht beieinander. Daher war es abends, wenn viele am Feuer saßen, recht laut. Die Toiletten und Duschen in den Gemeinschaftsbädern waren gut. Euer Handy oder ähnliches könnt ihr zum Aufladen an der Rezeption abgeben.

Häufig wird die Campsite als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Lüderitz und Kolmanskop verwendet. Beides liegt nur etwa 120 Kilometer entfernt. Da in Lüderitz sehr häufig ein starker Wind mit Sandverwehungen herrscht, ist das Campen dort im Dachzelt (z.B. am Diaz Point) sehr ungemütlich.

Eine Nacht haben wir online über die Webseite von Klein-Aus Vista gebucht. Die Bezahlung vorab mit Kreditkarte über das Online-Portal nightsbridge hatte nicht funktioniert. Aber vor Ort konnten wir mit Kreditkarte bezahlen. Aufgrund unserer Planänderung hatten wir kurzfristig per E-Mail eine Verschiebung der Buchung angefragt. Dies hat problemlos funktioniert. Die zweite Nacht haben wir erst bei unserem Aufenthalt angefragt.

  • Kosten: 17,83 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: Gemeinschaftsbad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja, aber nur im Haupthaus
  • WLAN: ja, im Haupthaus
  • Fazit: gut – Preis-/Leistung super!

Diaz Point Campsite – Lüderitz

Am Diaz Point haben wir eine Nacht verbracht und waren die einzigen Gäste. Die Campsite liegt auf einer kleinen Landzunge, die fast komplett vom Meer umgeben ist. Die Aussicht vom Diaz Point ist fantastisch! Während des Sonnenuntergangs konnten wir Seelöwen beobachten! Der Leuchtturm ist außer Betrieb und die ehemaligen Gebäude der Leuchtturmwärter stehen leer.

Die Campsite ist mit allem möglichen Strandgut und Schiffswracks dekoriert. Neben den offenen Stellplätzen gibt es noch wenige geschützte Schlafplätze, allerdings ohne Ausstattung. Diese sheltered camps können notwendig sein, da auf der Landspitze regelmäßig ein heftiger Sturm geht. Es ist ein sehr spezieller Ort aufgrund der Einsamkeit und der unwirklichen Bedingungen. Die Nacht dort kann sicherlich anstrengend werden. Wir hatten jedoch viel Glück und einen der seltenen windstillen Tage erwischt. So war es eine tolle Erfahrung.

In dem kleinen Café nebenan wurden wir super freundlich begrüßt und mit köstlichem Kaffee versorgt.

Die Übernachtung auf der Campsite haben wir online über die Diaz Point-Webseite reserviert. Eine Buchungsbestätigung kam dann per E-Mail. Bezahlt haben wir erst vor Ort bar. Aufgrund unserer Planänderung hatten wir kurzfristig per E-Mail eine Verschiebung der Buchung angefragt. Dies hat problemlos funktioniert.

  • Kosten: 16,71 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: einfaches Gemeinschaftsbad
  • Wasser: an den sanitären Anlagen, kann mit Holz erwärmt werden
  • Strom: nein
  • WLAN: nein
  • Fazit: sehr gut – absolutes Highlight!

Hobas Campsite – Fish River Canyon

Unser südlichster Stopp war auf der staatlichen Hobas Campsite. Für die Besichtigung des gigantischen Fish River Canyons ist die Lage perfekt. Außerdem bietet die Hobas Campsite auch teurere Übernachtungen in Chalets. Es gibt einen Pool, ein Restaurant und eine Bar, sowie einen kleinen Shop. Der Zustand der Anlage war gut. Die Gemeinschaftsbäder waren super sauber und groß, nur der ablution block neben dem Haupthaus war etwas heruntergekommen.

Unsere Übernachtung war ruhig, da nur wenige andere Gäste dort waren. Das könnte in der Hochsaison anders sein, da die Plätze nah beieinander liegen. Was uns positiv auffiel und wir gerne erwähnen: Auf der Hobas Campsite wurde ein Projekt von Studenten zur Mülltrennung initiiert!

Der absolute Pluspunkt für uns war, am Abend zum Sonnenuntergang noch am Fish River Canyon gewesen zu sein und die Campsite dann gleich um die Ecke zu haben. So ein Farbenspektakel mit dieser beeindruckenden Kulisse war einfach ein gigantischer Tagesabschluss.

Wir haben die Campsite über die Webseite des NWR online gebucht und per Kreditkarte bezahlt. Es gab nach der Zahlung kurzzeitig technische Probleme. Wir wurden dann aber von Mitarbeitern des NWR (Namibia Wildlife Resorts) kontaktiert und konnten alles per E-Mail klären.

  • Kosten: 22,98 € pro Nacht (sonst 50€)
  • Sanitäranlagen: sauberes Gemeinschaftsbad
  • Wasser: kaltes Wasser am Platz, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: nein
  • Fazit: gut – perfekte Lage und sauber

Mesosaurus Fossil Camp – Keetmanshoop

Unsere günstigste Nacht haben wir im Mesosaurus Fossil Bush Camp verbracht. Das wirklich riesige Gelände gehört zur Farm Spitzkoppe (nicht zu verwechseln mit dem berühmten Berg). Die Lage ist einmalig! Von der Hauptstraße fuhren wir mehrere Kilometer durch die Landschaft bis zur Campsite. Neben einem trockenen Flussbett liegen die sechs Stellplätze, wobei nur ein anderer Stellplatz belegt war. Mit kleineren Hügeln und einigen Köcherbäumen ist die Kulisse wirklich traumhaft.

Wir standen direkt neben einem großen Baum, der eigentlich nur noch aus einem gigantischen Vogelnest bestand. So hatten wir jede Menge angenehmes Gezwitscher. Hier haben wir davon erzählt.

Auf der Campsite gibt es zahlreiche Köcherbäume und Felsformationen aus Dolerit. Im Rahmen einer Tour mit dem Besitzer durften wir diese bewundern. Das Highlight und der Namensgeber der Campsite sind jedoch die Fossilien des Mesosaurus. Jennys Highlight waren die winzig kleinen Lämmer, die wir auf dem Gelände entdeckt haben.

Wir haben die Campsite vorher per E-Mail (mesosaurus.camp@gmail.com) reserviert. Alle Infos findet ihr auch auf der Mesosaurus-Homepage. Bezahlt haben wir bar vor Ort.

  • Kosten: 15,60 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: Gemeinschaftsbad OK
  • Wasser: an den sanitären Anlagen, kann mit Holz erwärmt werden
  • Strom: nein
  • WLAN: nein
  • Fazit: sehr gut – schön und idyllisch

Kalahari Anib Lodge – Mariental

Unsere letzte Nacht im Dachzelt haben wir wieder in der Kalahari verbracht. Diesmal waren wir allerdings im namibischen Teil. Die Kalahari Anib Lodge in der Nähe von Mariental bietet unter anderem die Gelegenheit, selbstständig kleinere Wanderungen durch die Kalahari zu unternehmen. Das war auch ein Grund für uns, diese Campsite zu buchen. Da wussten wir natürlich noch nicht, dass wir schon eine aufregende Wanderung in der Kalahari gemacht haben werden. Daher haben wir auf eine erneute Wanderung verzichtet.

Auf der großzügig bemessenen Campsite hatten wir eine eigene Terrasse mit großem Tisch. Super! So konnten wir unsere Sachen ausbreiten und für die Rückgabe in Windhoek sortieren. Das Bad und die Dusche waren OK.

Am Haupthaus mit großem Shop, Restaurant, Pool und stylisher Bar, in der man auf Kalaharisand um einen Kamin sitzen kann, haben wir uns für ein 4-Gang-Abschlussdinner unseres Roadtrips entschieden. Beziehungsweise, wir müssen es leider so sagen, wurden wir sehr dazu gedrängt… Im Endeffekt kamen, auch auf Nachfrage, nur drei Gänge. Das Essen an sich war sehr wenig und qualitativ mehr als dürftig. Es war das teuerste und schlechteste Essen auf unserer gesamten Reise. Schade!

Die Onlinebuchung hat problemlos über die Webseite funktioniert. Bezahlt haben wir im Vorfeld per Kreditkarte.

  • Kosten: 30,42 € pro Nacht
  • Sanitäranlagen: eigenes Bad
  • Wasser: ja, warmes Wasser im Bad
  • Strom: ja
  • WLAN: ja, aber nur am Haupthaus
  • Fazit: naja – Personal unfreundlich, Restaurant nicht gut


Unser Fazit für die Namibia Campsites in 2021

Im Juni 2021 sind wir während des afrikanischen Winters durch Namibia gefahren. Zu dieser Jahreszeit ist es tagsüber angenehm warm bis heiß. Wir hatten ungefähr 25 bis 30 Grad im Schatten. An der Küste war es etwas kühler. In der Nacht war es jedoch teilweise empfindlich kalt. Die Temperaturen sinken bis auf den Gefrierpunkt. Gerade im Süden waren wir deshalb nachts froh um unsere Schlafsäcke! Insgesamt fanden wir das Übernachten im Dachzelt super angenehm. Für uns gehört es zum Safarifeeling einfach dazu, so nah in der Natur zu sein.

Wenn ihr auf den staatlichen Plätzen in den Nationalparks seid, könnt ihr meistens die dortigen Restaurants oder Bars besuchen. Zumindest haben wir dies im Etosha Nationalpark, am Fish River Canyon und im Namib-Naukluft Nationalpark bei Sossusvlei so erlebt. Bei den privaten Campsites hingegen gab es seltener Essensangebote. Dafür waren die privaten Plätze im Schnitt auch günstiger. (In 2021 gab es jedoch viele Sonderangebote der staatlichen Campsites.)

Im Gegensatz zu den staatlichen Campsites in Botswana sind die vergleichbaren Übernachtungsplätze in Namibia teilweise deutlich teurer als private Campsites.

Alternativen zum Campen und Dachzelt?

Übernachtungen in einer Lodge können sicherlich auch schön sein. Aber wir waren meistens den ganzen Tag unterwegs. Dann finden wir es einfach praktisch, in wenigen Minuten unser Zelt aufgebaut und alles bei uns zu haben. Dann brauchen wir nicht den Luxus einer Lodge. Wenn man möchte, kann man mitten in der Wildnis eine warme Dusche, Internetempfang und Luxus-Restaurants bekommen. So eine Übernachtung kostet dann locker so viel, wie wir in anderen Ländern in einem Monat ausgeben! Da entscheiden wir uns lieber für das längere Reisen. Aber wer es mag, findet in Namibia sicherlich wahnsinnig schöne Unterkünfte, auch abseits der Campsites.

Nach unserem Roadtrip durch Namibia mit dem 4×4-Geländewagen waren wir noch einen Monat in Windhoek und Swakopmund. Diese Unterkünfte findet ihr bei unseren Reisetipps.


Wir hoffen, Euch hat unser Camping-Guide etwas geholfen. Und jetzt seid ihr dran: Könnt ihr Euch auch eine Reise mit Dachzelt vorstellen? Oder wart ihr schon in Namibia unterwegs und kennt noch andere tolle Plätze? Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Viele Grüße, Jenny und Thomas

Hinweis: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, da wir Euch unsere besuchten Campsites vorstellen und die Namen und Kontaktdaten nennen.

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