Thailand: Rückblick und Reise-Tipps

Wir verlängern unsere Aufenthaltserlaubnis um 30 Tage, um dann nach drei Wochen viel zu früh wieder auszureisen. Für ein ausreichendes Fazit sind diese drei Wochen natürlich viel zu kurz. Wir wissen aber, dass wir wiederkommen möchten. Nur mit der hochgelobten Küche konnten wir uns bislang noch nicht richtig anfreunden.


Im Folgenden erfahrt ihr unsere persönliche Meinung zu verschiedenen Aspekten unserer Reise. Alle Erfahrungen haben wir auf unserer Reise so gemacht und möchten sie mit Euch teilen. Das heißt nicht, dass diese allgemeingültig sind. Reist ihr anders durch das Land, wählt andere Transportmittel, andere Unterkünfte oder Restaurants, könnt ihr das Land sicherlich auch anders kennenlernen und andere Eindrücke gewinnen.

Hier kommen also unsere Tipps und Empfehlungen, aber auch negative Aspekte, die wir leider feststellen mussten und die wir Euch auch nicht vorenthalten möchten. Los geht’s!

Rückblick und Reise-Tipps …

unsere Highlights

Eigentlich wollten wir noch viel mehr Highlights erleben auf unserer Thailand-Reise. Aber wir werden sicherlich wieder in dieses vielfältige Land reisen und in unserem nächsten Rückblick über Thailand an dieser Stelle deutlich mehr schreiben können.

Bangkok hat uns in der kurzen Zeit sehr beeindruckt und auch wenn wir uns nicht in den frequentiertesten Bereichen aufhalten konnten, haben wir schon einen guten Eindruck von dieser lebendigen Stadt bekommen. Ein weiteres Highlight war die Unterkunft auf Koh Chang mit einer Atmosphäre zum Wohlfühlen, einem Bungalow und einer Sonnenterrasse direkt über dem Meer und einem netten Gastgeber.

Transport & Route

Wir sind von Wladiwostok über Tokyo zum Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi geflogen. Unsere erste Unterkunft haben wir uns zwischen dem Flughafen und der Innenstadt gesucht, möglichst nah an einer Station des Airport Rail Link. Dort wollten wir erst einmal in Thailand ankommen, die Zeit zur Verlängerung unserer Aufenthaltserlaubnis von 30 auf 60 Tage und zur Anmeldung unserer Drohne nutzen und dann von dort aus weiter durch das Land reisen.

Zunächst haben wir uns also einige Tage in Bangkok aufgehalten und einen ersten Eindruck der quirligen Metropole erhalten. Das nächste Ziel in Thailand war die Insel Koh Chang im Südosten des Landes, etwa sechs Busstunden und eine halbe Stunde Fährfahrt entfernt von Bangkok. Nach etwa drei Wochen haben wir Thailand dann bereits wieder verlassen, per Flugzeug ging es nach Seoul-Incheon in Südkorea. Warum wir diese Entscheidung getroffen haben und nicht länger in Thailand geblieben sind, könnt ihr hier lesen.

Was würden wir bei unserem nächsten Besuch gerne noch erkunden?

Puh, das könnte jetzt locker der längste Abschnitt dieses Beitrages werden, da wir uns schon einige Zeit mit dem Reiseführer von Thailand beschäftigt und viele Ziele ausgesucht haben. Wir werden uns an dieser Stelle aber bewusst kurz halten. Wenn die Möglichkeit der Einreise wieder besteht, werden wir noch einmal dorthin reisen und können anschließend ausführlicher über Thailand berichten. Kurz zusammengefasst haben wir folgende Ideen:

Einen ausgedehnteren Aufenthalt in Bangkok möchten wir definitiv noch erleben. Hoffentlich können dann auch die Märkte und alle Sehenswürdigkeiten wieder besucht werden. Zudem steht der Norden Thailands mit der Stadt Chiang Mai auf unserer Wunschliste weit oben. Auf dem Weg in den Norden gibt es viele spannende Zwischenstopps wie Ayuthaya (die einstige Hauptstadt des Königreichs Siam), Nakhon (dort findet sich u.a. das „kleine Angkor“ von der berühmten Tempelanlage in Kambodscha) oder Phrae (die Stadt ist eine der ältesten Thailands und die Provinz bietet zwei große Nationalparks). Im Südwesten würden wir gerne im Mu Koh Surin Nationalpark schnorcheln gehen. Oder von den anderen der zahlreichen Inseln aus, die Thailand zu bieten hat und die oft unbekannt und ruhig sind. Außerdem möchten wir die pinken Delphine vor dem Khanom Beach sehen! Langweilig wird uns also nicht…

Land & Leute

Es ist schwierig, Land und Leute in einer Zeit kennenzulernen, in der sich die Welt gerade in eine Ausnahmesituation bewegt und ein tendenziell eher ärmeres Land wie Thailand mit einem Virus konfrontiert wird, der von Reisenden (touristisch wie geschäftlich) in das Land getragen wird. Der Tourismus als wesentliche Einnahmequelle bricht weg und gleichzeitig wird die Bevölkerung immer stärker eingeschränkt.

Zumeist sind uns die Menschen (trotzdem) mit großer Höflichkeit begegnet, die wir allerdings nicht immer als authentisch empfunden haben. Das mag unter anderem an der thailändischen Grußform, dem Wai liegen. Sicher kennt ihr alle diese traditionelle Geste, wobei die Handflächen aneinander gelegt werden und den Oberkörper leicht berühren, um dann gleichzeitig mit dem Kopf zu nicken oder sich leicht zu verbeugen. Der Wai kann als Dank, Gruß, Entschuldigung oder Zeichen des Respekts durchgeführt werden. Je nachdem zu welchem thailändischen sozialen Rang man zählt, werden die Hände anders gehalten, man verbeugt sich tiefer oder muss den Wai als erste(r) ausführen. Da wir z.B. in den Restaurants aus Sicht der Thai „sozial höhergestellt“ sind, wurden wir immer mit sehr demütig wirkenden Wai, teilweise mehrfach hintereinander ausgeführt, verabschiedet. Da wir uns jedoch in keinster Weise in einer deratigen Position sehen, war uns das immer sehr unangenehm. Natürlich haben wir trotzdem immer gelächelt und mit einem kurzen Kopfnicken reagiert. Erwidern dürften wir den Wai nämlich nicht. Damit würden wir den Gegenüber in Verlegenheit bringen, weil dies gemäß der Etikette nicht angemessen ist. Zum Glück sind die Thai mit den Ausländern sehr nachsichtig und erwarten nicht, dass man sich mit den umfangreichen Wai-Gepflogenheiten im Detail auskennt. Im Zweifel reicht es, freundlich zu lächeln…

Was uns weniger gefallen hat, war an vielen Stellen der Umgang mit der Natur. Neben vielen touristischen Orten waren auch die Vorgärten der Wohnhäuser der Einheimischen sehr vermüllt. Anscheinend ist das Problem zumindest von höherer Stelle mittlerweile erkannt worden und es gibt einige lobenswerte Initiativen. Beispielsweise bieten einige Supermärkte keine Plastiktüten mehr an, Organisationen wie die Trash Heroes auf Koh Chang verrichten wichtige Arbeiten und versuchen auch das Wissen der Einheimischen zu verbessern und es gibt häufig Wasserspender zur Vermeidung der unzähligen Plastikflaschen. Trotzdem stellt die Müllentsorgung und Müllmenge weiterhin ein großes Problem dar. Falls ihr die Trash Heroes auch unterstützen möchtet, informiert Euch gerne im Vorfeld, ob es auch an Euren Urlaubsorten diese oder ähnliche Initiativen gibt. Mit relativ geringem Einsatz kann bereits eine große Wirkung erzielt werden!

Nachdem wir in Russland (in Bagdarin) erstmals etwas intensiver mit dem Thema Buddhismus in Kontakt gekommen sind, haben wir in Thailand weitere Erfahrungen sammeln können. Beeindruckend ist die teilweise sehr prunkvolle Bauweise der Tempelanlagen. Neu waren für uns die Geisterhäuser, die sich vor jedem Gebäude befinden. Vom aus Müll zusammengebastelten Geisterhaus bei einer obdachlosen Familie unter einer Brücke in Bangkok bis hin zu riesigen, pompösen Geisterhäusern an großen Geschäftsgebäuden haben wir alles gesehen.

Eine wichtige Figur in Thailand ist der König, aktuell Maha Vajiralongkorn oder auch Rama X. Eine Beleidigung des Königs ist strafbar, ebenso die Beschädigung seines Antlitzes. Da er auf allen Geldscheinen abgedruckt ist, ist bereits das Treten auf einen Geldschein absolut tabu. Fällt Euch also einmal ein Schein oder eine Münze runter, dann unterdrückt den Reflex, das Geld schnell mit dem Fuß vor dem Wegfliegen oder Wegrollen zu schützen. Unabhängig vom König sind die Füße ein Körperteil, dass besonders zu betrachten ist. Füße gelten als unrein und es sollte tunlichst vermieden werden, Füße auf andere Menschen zu richten. Selbstverständlich gehört es sich daher in Thailand auch nicht, die Füße auf Buddha zu richten (wie wir auch schon in Bagdarin gelernt hatten). Beachtet dies bitte auch, wenn ihr in einer der zahlreichen Tempelanlagen zu Besuch seid. Die Schuhe werden vor dem Betreten von Tempeln, aber auch vor den meisten Restaurants, Geschäften usw. ausgezogen und draußen vor die Tür gestellt. Aber zurück zum König: Die Situation in Thailand ist insgesamt schwierig, da Rama X, der seit 2016 König ist, sehr autoritär ist und von vielen Thai als demokratiefeindlich angesehen wird. Dementsprechend wird ihm lange nicht so viel Beliebtheit, Respekt und Achtung entgegengebracht wie seinem Vorgänger (seinem Vater). Es gibt immer wieder Forderungen nach demokratischer Ordnung und vorsichtige Kritik, auch wenn diese verboten ist und mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden kann. (Nachtrag von November 2020: Die Ereignisse in Thailand haben sich überschlagen und derartige Demos hätten wir uns noch vor einem halben Jahr nicht vorstellen können. Die Bevölkerung, vor allem die jüngere Generation, fordert eine neue Verfassung mit einer Anpassung der Rolle des Königs, vor allem, wenn er sich mal wieder in Deutschland und nicht in Thailand aufhält. Mitte Oktober 2020 wurde wegen der Demonstrationen der Ausnahmezustand ausgerufen.)

Interessant ist auch das tägliche Abspielen der Nationalhymne. Jeden Tag um 08:00 und 18:00 Uhr wird in allen Radio- und Fernsehsendern und in allen öffentlichen Gebäuden und Plätzen die Hymne gespielt. Sollte man gerade sitzen, erhebt man sich, sollte man gerade zu Fuß unterwegs sein, bleibt man stehen. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann eine Geldstrafe dafür bekommen.

Die thailändische Sprache, das Thai, haben wir in unserem dreiwöchigem Aufenthalt nur sehr wenig lernen können. Natürlich haben wir die Wörter für „Danke“, „Bitte“, „Tschüß“ usw. gelernt und auch angewendet. Aber alleine die Tatsache, dass wir das thailändische Alphabet nicht lesen können, erschwert uns den Zugang zur Sprache sehr. Bei der Aussprache gibt es verschiedene Tonhöhen, die den gleichen einsilbigen Wörter vollkommen neue Bedeutungen geben. So können die Wörter tief, mittel, hoch, fallend oder steigend ausgesprochen werden. Die Unterschiede sind für uns zu Beginn nur schwer zu erkennen, geschweige denn nachzusprechen. Durch die Offenheit und Freundlichkeit der Thai sind wir allerdings immer mit Händen und Füßen verstanden wurden, wenn gerade niemand da war, der ein paar Wörter Englisch konnte. Daher würden wir nicht sagen, dass die Sprache eine Reisebarriere darstellt. Dennoch ist natürlich jedes Wort Thai hilfreich und willkommen, wenn man sich in dem Land bewegen möchte. Ungewohnt war es für uns allerdings schon, dass wir so gar nichts verstehen und noch nicht einmal ein paar Wörter mit den Verkäufern, Busfahrern oder anderen Personen wechseln konnten. So haben wir sicherlich eine Menge an Erfahrungen nicht gesammelt, weil wir den Einheimischen einfach nicht zuhören konnten, welche Geschichten sie zu erzählen haben.

Essen & Trinken

Thailand = hervorragendes Essen. Das haben wir oft gehört, können dies bislang aber nicht uneingeschränkt bestätigen. Super lecker ist das frische Obst, was es überall zu kaufen gibt. Angefangen von Mangos, Bananen, Pitahayas, Melone, Ananas und und und… Ansonsten haben wir in Bangkok häufig Fleisch an den Straßenständen angeboten bekommen und mussten dann auf die Beilagen, Reis mit sauer eingelegtem Gemüse, ausweichen, was nicht unbedingt unser Lieblingsgeschmack ist. Die auch in Deutschland bekannten Currys gibt es eher im Süden von Thailand, weshalb wir sie in Bangkok leider kaum gefunden haben, vegetarisch erst recht nicht. Auf Koh Chang hatten wir einige leckere Seafood-Currys, wobei uns ein gelbes Curry am letzten Abend am besten geschmeckt hatte. Häufig gab es noch Pad Thai, das „Nationalgericht“ Thailands. Das Gericht besteht eigentlich immer aus Reisbandnudeln, Eiern und Mungbohnensprossen und wird dann mit Erdnüssen, Koriander, Limette und Zwiebeln serviert. Wahlweise kann man sich Krabben, Tofu, Fleisch oder Meeresfrüchte dazu bestellen. Wenn ihr aber vegan essen wollt, müsst ihr meist auf Pad Thai verzichten, da es, auch in der Variante ohne Ei, eigentlich immer mit Fischsauce zubereitet wird.

Süßes gibt es ebenfalls in Thailand, als Hauptzutat kommt häufig der Klebereis, der sogenannte sticky rice zum Einsatz. Unser Lieblingsgericht ist Mango-Sticky -Rice, wo der Reis noch um eine frische Mango, Kokosmilch und manchmal geröstete Mungbohnen ergänzt wird. In Bangkok haben wir den sticky rice allerdings auch in nicht-süßen Speisen erhalten, beispielsweise bei in Bananenblättern eingerollten Klebereis-Päckchen (Khao niao sangkhaya). Ansonsten haben wir gerne kleine Pfannkuchen gegessen, die wie Poffertjes aussehen, süß mit Mais oder herzhaft mit Frühlingszwiebeln gefüllt. Insgesamt ist eine vegetarische Ernährung in Thailand allerdings nicht ganz einfach – mit einer Ausnahme: hippe, moderne Läden, die für etwas mehr Geld nachhaltige, vegane oder vegetarische Gerichte anbieten. Die Speisekarten lesen sich super und wenn man den Bewertungen Glauben schenkt, ist die Qualität top. Diese Läden sprechen uns allerdings meist nicht so sehr an, irgendwie sind sie uns zu beliebig, nicht authentisch und sehen aus wie überall auf der Welt. Ob es stimmt oder nicht, entscheidet selbst. Wenn ihr Lust habt, die Veganerie in Bangkok soll besonders gut sein. (Vielleicht testen wir sie auch noch eines Tages *grins.)

Übernachten

Die Unterkunftssuche war für uns immer schnell und einfach. Im März endet die Hauptsaison in Thailand normalerweise so langsam und es wird etwas leerer. Realistisch beurteilen können wir dies allerdings nicht, da es sich im Frühjahr 2020 nicht langsam, sondern ganz rapide geleert hat. Sowohl in Bangkok als auch auf Koh Chang konnten wir unsere Unterkünfte immer kurzfristig vor Ort buchen oder verlängern. Für eine Unterkunft auf dem Bang Bao Pier würden wir in „normalen“ Zeiten ein Buchen im Voraus empfehlen. Hier haben wir in Thailand geschlafen:

Bangkok – BBHouse Khlongtan: Die Unterkunft ist für die Durchreise oder die letzte Nacht vor dem Abflug auf jeden Fall zu empfehlen oder auch, falls ihr wie wir etwas Ruhe haben und trotzdem das quirlige Leben Bangkoks kennenlernen möchtet. Das Personal war immer sehr freundlich und hilfsbereit. Es gibt einen Aufenthaltsraum, der zwar recht klein ist, aber für uns perfekt war zum Arbeiten, wie Post sortieren, weitgluecklich usw. Die Zimmer sind top ausgestattet, mit Kühlschrank und Klimaanlage und haben hervorragende Betten. Es waren die mit Abstand besten Betten auf unserer bisherigen Reise *grins. Zudem ist die Unterkunft gut an den Flughafen angebunden, da sie nahe an der Air Link Station Ramkhamhaeng liegt. Bis zum Flughafen Bangkok Suvarnabhumi sind es nur 4 Stationen bzw. etwa 20 Minuten. In die Stadt gelangt man ebenfalls recht schnell, nach einer Station mit dem Air Link kann man in die Metro umsteigen oder man nimmt direkt die Khlong -Boote, mit denen wir auch in die Stadt gefahren sind. Die Zimmer mit Blick auf den Phetchaburi Highway haben einen Balkon, sind aber mega laut! Wir hatten echt Probleme, weil es extrem an den Nerven gezehrt hat. Nach zwei Tagen haben wir gewechselt, hatten dann das Fenster zu der kleinen Alley Straße und es war perfekt! Das Wechseln des Zimmers war problemlos und unkompliziert möglich und wir haben gerne den Balkon gegen die Ruhe eingetauscht. Kosten: 19,72€ für uns beide zusammen im Doppelzimmer pro Nacht.

Bangbao Paradise Homestay Koh Chang: Wir hatten einen kleinen Bungalow, der mit den beiden großen Rucksäcken und dem Bett schon recht voll war. Ausgestattet mit einem Ventilator und nach Bedarf auch mit einem Moskitonetz haben wir dort gut geschlafen, die Matratze war bequem. Außer zum Schlafen haben wir uns dort nie aufgehalten, daher war die Größe absolut ausreichend. Die Terrasse über dem und mit Blick auf’s Meer bietet verschiedene Sitz- und Liegemöglichkeiten und wir haben immer ein Plätzchen in der Sonne oder im Schatten gefunden. Zusätzlich führt der Besitzer des Homestay ein kleines Restaurant. Bei uns war es dort nie sehr voll und wir hatten immer genug Raum für uns. Die sanitären Einrichtungen werden mit den Gästen des Restaurants geteilt. Insgesamt gibt es vier Bungalows und wer mehr Privatsphäre haben möchte, kann auch eines der beiden privaten Zimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad buchen. Die Lage des Homestays ist mitten auf dem Bang Bao Pier, also mitten im Leben und zwischen allen Geschäften, Restaurants und Ausflugsanbietern. Zu beachten ist, dass der Pier sehr touristisch ist und preislich etwas teurer. Am Beginn des Piers, keine zweihundert Meter entfernt, ist ein kleiner Supermarkt und wir haben dort alles Notwendige bekommen. Dort beginnt auch direkt das Dorfzentrum auf dem Festland und es finden sich in der Nähe einige weitere, etwas günstigere Restaurants, Obststände und Rollerverleihe. Kosten: 17,61€ für uns beide zusammen pro Nacht.

Bangkok Airport Unterkunft Pongsakorn Boutique Resort: Das Hotel an sich war gut, für unsere Verhältnisse etwas zu steif. Von der Lage her ist es nur für einen Zwischenstopp zu empfehlen, wenn der Flug von Bangkok-Suvarnabhumi am nächsten Morgen geht und man die Anreise zum Flughafen entspannt gestalten will. Die Umgebung ist nicht sehr interessant, es gibt aber einige Convenience-Stores und einen kleinen Markt zum Versorgen. Die größeren Märkte in der Nähe, wie auch alle Straßenstände, waren wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus geschlossen. Die Unterkunft bietet einen Flughafentransfer für die etwa zehnminütige Strecke mit eigenem Minibus im Halbstunden-Takt für 4,40 € für zwei Personen an, alternativ kann für etwa 7 € auch ein Taxi gebucht werden. Kosten: 18,90€ für uns beide zusammen für eine Nacht im Doppelzimmer mit eigenem Bad.

Organisatorisches

Die Einreise nach Thailand ist normalerweise mit einem deutschen Pass problemlos möglich („normal“ bedeutet, wenn nicht gerade eine weltweite Virus-Pandemie alles lahm legt… Erfreulicherweise gibt es seit dem 09.11.2020 für Reisende mit einem deutschen Pass wieder die Möglichkeit, Thailand zu besuchen. Die genauen Visaanforderungen findet ihr auf der Internetseite der Thai Immigration.) Im März 2020 haben wir, wie bis dahin üblich, ohne vorher beantragtes Visum kostenfrei eine 30-tägige Aufenthaltserlaubnis (sogenanntes visa on arrival, was kein Visum ist) erhalten, die für eine Gebühr von 55 € noch einmal um 30 Tage verlängert werden kann. Die Verlängerung kann direkt nach der Ankunft beantragt werden und gilt dann trotzdem erst nach Ablauf der ersten 30 Tage. Die Verlängerung schließt sich also an die bisherige Dauer der Aufenthaltserlaubnis an und verlängert diese auf 60 Tage. Etwas kompliziert hat sich die Verlängerung nur deswegen gestaltet, da im Internet die falsche Adresse zum Ort der Beantragung steht. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes in Thailand (März 2020) war eine Verlängerung in Bangkok nur noch im nördlichen Behörden-Zentrum möglich. Die Adresse ist nicht die Adresse von der offiziellen Internetseite Thailands (https://www.immigration.go.th/branch_center)! Die richtige Adresse des Regierungskomplexes im Norden lautet stattdessen: The Government Complex: 120 Chaeng Watthana Rd, Thung Song Hong, Lak Si, Bangkok 10210, Thailand. Achtung: Es gibt nahezu keine Züge dorthin und vom Bahnhof im Norden muss man auch noch einmal ein Taxi zum Regierungskomplex nehmen. Vor Ort war die Verlängerung problemlos möglich, nur Zeit sollte man genügend mitbringen… wir haben fast den halben Tag dort verbracht. Es ist auch möglich, im Vorhinein ein Visum für einen längeren Zeitraum zu beantragen, beispielsweise für einen Aufenthalt von zwei Monaten. Dieses kann vor Ort in gleicher Weise um dreißig Tage verlängert werden kann.

Besitzt ihr ebenfalls eine Drohne (und wollt damit in Thailand fliegen), müsst ihr diese an zwei verschiedenen Stellen anmelden. Zum einen muss die Drohne vor Ort bei der NBTC (National Broadcasting and Telecommunications Commission, nbtc.go.th) registriert werden, zum anderen ist eine Genehmigung von der CAAT (Civil Aviation Authority of Thailand, uav.caat.or.th) erforderlich. Bei der NBTC geht es primär um die Funkfrequenzen der Drohne, die dort angegeben werden müssen und für die man eine Erlaubnis erhält. Diese Erlaubnis wird für die Dauer der Aufenthaltserlaubnis ausgestellt. Reist man innerhalb eines Jahres ein zweites Mal in Thailand ein, so benötigt man bei der erneuten Beantragung bei der NBTC allerdings nur das vorherige Zertifikat und nicht wieder alle notwendigen Unterlagen. Die benötigten Unterlage für den Erhalt des Zertifikats sind: Kopie des Reisepasses; Buchungsbestätigung einer Unterkunft (Achtung: diese muss noch eine Nacht länger gültig sein, als der Tag, an dem man das Zertifikat beantragen möchte – eine Rechnung für den Folgetag hat bei uns nicht gereicht) und Fotos von Drohne und Controller, jeweils mit sichtbarer Seriennummer. Die Registrierung erfolgt nach Prüfung der Vollständigkeit der Unterlagen direkt vor Ort und man erhält auch direkt das Zertifikat. Bei der CAAT kann die Beantragung online erfolgen. Dort wird sowohl die Drohne als auch der zugehörige Pilot registriert. Diese Registrierung ist für zwei Jahre in der angegebenen Kombination von Drohne und Pilot gültig, bei Erwerb einer neuen Drohne muss daher eine erneute Registrierung erfolgen. Nach Einreichung der Unterlagen soll die Genehmigung innerhalb von 15 Tagen erfolgen. Wir sind darüber nicht gesondert informiert worden, konnten die Genehmigung aber online auf dem Portal der CAAT abrufen. Wir hatten vorher gelesen, dass das Zertifikat der NBTC ebenfalls mit eingereicht werden muss und haben den Online-Antrag daher erst im Nachhinein ausgefüllt. Dies ist aber nicht korrekt, das Zertifikat der NBTC ist nicht erforderlich. Ihr könnt eure Drohne daher schon frühzeitig (von zu Hause aus) online registrieren und müsst dann nur noch vor Ort zur NBTC, um die Funkfrequenzen anzugeben. Für den online zu stellenden Antrag bei der CAAT müsst ihr zunächst ein Formular ausfüllen mit einigen persönliche Angaben wie Passnummer, Telefonnummer und Adresse, Angaben zum Zweck des Fliegens, der Anzahl der Piloten und die Versicherungsnummer der Drohnenhaftpflichtversicherung. Zusätzlich müssen noch allgemeine Angaben zur Drohne, wie Gewicht, Seriennummer, Controller, Anzahl der Motoren, Hersteller, Modell, verwendete Frequenzen und maximaler Flughöhe (in Thailand 100m) angegeben werden. Zudem müssen eine Versicherungsbescheinigung in englischer Sprache (Haftpflicht, die mindestens 1 Mio. Baht Deckungssumme hat und weltweit oder zumindest in Thailand gültig ist), eine Kopie des Reisepasses, Fotos von Drohne und Controller, jeweils mit sichtbarer Seriennummer und eine Selbsterklärung hochgeladen werden. Diese Selbsterklärung kann ausgedruckt, unterschrieben und wieder hochgeladen werden und besagt, dass man noch nie etwas mit Drogenbesitz oder sonstigen Straftaten zu tun hatte. Auf der Homepage der CAAT ist übrigens auch ein Erklärvideo zu finden.

Die Ein- und Ausreise aus Thailand verlief sehr entspannt. Die aus aktuellem Anlass gestiegenen Sicherheitsanforderungen (Temperaturmessungen etc.) waren sehr gut organisiert und haben zu keinen längeren Wartezeiten geführt. Die Fortbewegung im Land selbst war ebenfalls sehr unkompliziert, über verschiedene Online-Reiseportale können Transportmittel wie Bus oder Bahn im Vorfeld gebucht werden. Eigentlich mögen wir das gar nicht, sondern laufen lieber zum nächsten Bahnhof, um dort unser Ticket kurzfristig, persönlich zu kaufen. Denn die Begegnungen mit Einheimischen sind oft sehr interessante Momente bei unseren Reisen und die Sonderangebote mit lokalen Reisetipps gibt es sowieso nur am Schalter. Das Buchen im Internet macht das Reisen einfacher, aber leider auch unpersönlicher und weniger spontan. Hinzu kommt, dass mittlerweile so viele Reisende vorbuchen, dass man selbst schon fast dazu gezwungen wird, weil man sonst am Abfahrtstag wirklich keinen Platz mehr bekommt. Nun gut, so ändern sich die Dinge eben…

Packliste

Nach unserem Trip durch Russland, mit der Transsibirischen Eisenbahn und Zwischenstopps im winterlichen Sibirien, war unser Rucksack noch mit vielen Dingen gefüllt, die in Thailand mal so gar nicht nötig sind. Angekommen sind wir bei 38°C mit jeweils zwei Fleecejacken und unseren Null-Grad-Schlafsäcken. Yeah! Wichtig ist es trotzdem, eine Fleecejacke für längere Reisen zu haben, die Klimaanlagen in den Überlandbussen sind oft empfindlich kalt. Zudem würden wir für Thailand lange, dünne Sachen empfehlen, die zumindest so lang sind, dass sie Schultern bzw. Oberarme sowie die Knie bedecken. Nicht nur, aber insbesondere für den Besuch einer der zahlreichen Tempelanlagen oder anderer religiöser Stätten in Thailand ist dies die angemessene Bekleidung. Insgesamt ist es in Thailand im gesamten öffentlichen Leben so, dass lange Kleidung der Standard der Einheimischen ist und wir versuchen uns aus Respekt gegenüber unserem Gastland, dann auch an diese Gegebenheiten anzupassen. Auch wenn es angesichts der Temperaturen oft wünschenswert wäre, nur mit Flip Flops und ärmellosen Shirts durch die Straßen zu laufen. Diese Kleidungsstücke gehören aber selbstverständlich ebenfalls ins Gepäck, für den Strand. Besonders wichtig ist allerdings, dass Eure Kleidung nicht schmutzig oder kaputt ist und z.B. schon kleine Löcher hat. Dies ist respektlos und auch wenn kein Thai jemals einen Ausländer darauf ansprechen würde, verliert man damit gegenüber den Einheimischen sein Gesicht.

Thailand ist mit seinen zahlreichen Inseln und der langen Küste am Festland natürlich prädestiniert für Aktivitäten im Wasser. Je nachdem wie oft ihr ins Wasser wollt, würden wir Euch eine eigene Schnorchelausrüstung empfehlen. Da für ein Ausleihen der Ausrüstung in der Regel bei jedem Mal mindestens drei bis zu zehn Euro anfallen, wird es sonst schnell teuer. Wir haben uns für den Kompromiss entschieden, nur unsere eigene Maske und eigenen Schnorchel mitzunehmen. Flossen leihen wir uns, wenn wir einen Tagestrip machen oder gehen sonst auch mal ohne, wenn es nur kurz bei uns an der Unterkunft ist. Wir empfehlen, immer mit T-shirt zu schnorcheln oder sich rechtzeitig vor dem Gang ins Wasser vernünftig einzucremen (mit korallenfreundlicher Creme! gibt es sogar schon bei dm).

Mücken haben uns leider fast überall in Thailand begleitet. Da diese diverse, nicht ungefährliche Krankheiten übertragen können, gehört ausreichend Insektenschutz ins Gepäck. Wir nehmen immer etwas mit DEET mit, da es aus unserer Sicht das einzige hilfreiche Mittel zur Vermeidung von Insektenstichen ist. Kommt es doch mal zu Stichen, was bei einer Unterkunft auf dem Meer vermutlich unvermeidbar ist, benutzen wir immer unseren Stichheiler, der auf Koh Chang auch fleißig zum Einsatz kam und den Juckreiz schnell und nachhaltig lindert.

Abschließend noch einige Sätze zum Thema Müllvermeidung. Wir haben auch in Thailand unendlich viel Plastikmüll gesehen, wie ihr insbesondere in unseren Berichten zu Koh Chang lesen konntet. Daher kommt hier wieder die gleiche Empfehlung (wie für Russland), nicht auf die Dinge zu verzichten, die für uns zu Hause selbstverständlich sind. So haben wir beispielsweise zwei wasserdichte Einkaufstaschen dabei, um keine Plastiktüten verwenden zu müssen, unsere Essstäbchen, damit wir kein Plastikbesteck benutzen müssen und unsere Trinkflaschen, die wir immer wieder mit Wasser auffüllen. In Bangkok stehen Wasserspender auf vielen Straßen oder in Gebäuden und etwas mehr als 1 Liter gefiltertes Wasser kostet 1 Baht, also keine 3 Euro-Cent. Hier gilt es allerdings einen kritischen Blick auf die Wasserautomaten zu werfen, denn nicht alle sind in einem gutem Zustand und daher auch nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Achtet darauf, dass die Scheiben der Spender vollständig vorhanden sind, um vor den Autoabgasen zu schützen und der Wasserhahn sauber ist.

Sicherheit

Wir haben uns in Thailand immer sicher gefühlt. Am gefährlichsten erschienen uns (oder zumindest Thomas *grins) die freilaufenden Hunde auf Koh Chang. Ansonsten gilt auch in Thailand, dass in großen Menschenmengen auf Taschendiebe aufzupassen ist. Wenn man seine Wertsachen allerdings am Körper trägt und nicht zur Schau stellt, wird man wahrscheinlich keine Probleme bekommen. Was vielleicht auch hilft: Wir haben auf unseren Reisen immer ein zweites Portemonnaie dabei, wo nur ein bisschen Geld drin ist und bewahren alles andere separat auf. So könnten wir im Notfall das Pseudo-Portemonnaie abgeben, ohne dass es uns wirklich schadet. In Bangkok sind wir auch abends im Dunkeln draußen gewesen, auf Koh Chang im Wesentlichen nur am Tag. Wenn es dunkel wird, empfehlen wir, wie übrigens an vielen Orten auf der Welt, sich nur an beleuchteten und belebten Orten aufzuhalten und dunkle, enge Gassen zu meiden.

Aufpassen ist im Verkehr in Thailand angesagt. Die Vielzahl an Rollern, die in Bangkok gefühlt aus jeder Richtung kommen und sich zwischen den Autos hindurchschlängeln, war für uns zu Beginn sehr ungewohnt. Auf Koh Chang waren die Straßen sehr steil und unübersichtlich, dort ist erhöhte Vorsicht angesagt. Leiht ihr Euch einen Roller aus, wie es in Thailand überall problemlos möglich ist, bekommt ihr nicht automatisch einen (funktionierenden) Helm, obwohl dies vorgeschrieben ist. Es ist jedem selbst überlassen, aber wir würden ohne Helm nicht fahren, besonders weil der durchschnittliche Fahrstil der einheimischen Verkehrsteilnehmer sehr rasant ist. Wir haben es im Verkehr wohl einfacher gehabt, da aufgrund der aktuellen Situation die Zahl der Touristen (und der in der Tourismusbranche Beschäftigten) deutlich geringer war als sonst zu diesem Zeitpunkt üblich.

Um die Wertsachen tagsüber in der Unterkunft zu lassen und Tagesausflüge zu unternehmen, benutzen wir den Travelsafe von pacsafe. Diese Tasche ist mit einem Stahlnetz umhüllt und kann mittels Zahlenschloss irgendwo im Raum, z.B. an den Heizungsrohren oder der Einrichtung befestigt werden. Es passen unsere beiden Laptops, die Drohne und noch zwei Kameras rein. Natürlich ist es keine absolute Garantie, dass nichts wegkommt, aber es schützt doch sehr gut vor Gelegenheitsdiebstahl und gibt uns vor allem in den großen Schlafsälen ein besseres Gefühl.

Reisezeit & Reisedauer

Wir waren drei Wochen im März zur heißesten Jahreszeit in Thailand. Gibt es eine ideale Reisezeit für Thailand? Wir meinen nein. Die touristische Hauptsaison ist zwischen November und April, wobei es in den Monaten Dezember bis Februar am vollsten ist. Es gibt in Thailand eine Regenzeit, die etwa von Juni bis Oktober andauert und eine Trockenzeit von November bis Mai, teilweise werden die Monate März bis Mai auch als Sommer bezeichnet, da dies die heißesten Monate sind. Wirklich kalt wird es in Thailand jedoch nicht, auch in den „kühleren“ Monaten liegen die Temperaturen häufig noch über 30 Grad. Nur im bergigen Norden kann es nachts etwas kühler werden, aber auch dann sind die Temperaturen im Normalfall immer zweistellig.

Was für Euch die perfekte Reisezeit ist, müsst ihr für Euch überlegen. In der Regenzeit sind Strände teilweise nicht vorhanden oder nicht nutzbar, auch kann die Unterwassersicht eingeschränkt sein. Andererseits ist es oft leerer, die Preise sind niedriger, das Land ist grüner und die zahlreichen Wasserfälle führen deutlich mehr Wasser. Je länger die Trockenzeit andauert, desto unspektakulärer werden die Wasserfälle, sofern sie überhaupt noch existieren. Zudem heißt Regenzeit nicht, dass es permanent regnet. Es kommen häufiger kurze monsunartige Regenfälle vor, aber es gibt auch genügend trockene Tage in dieser Zeit. Auch ist es sinnvoll, sich über regionale Gegebenheiten im Vorfeld zu informieren. Als Beispiel nehmen wir Chiang Mai im Norden Thailand. In der Region um Chiang Mai werden in der Zeit von Februar bis April häufig Felder von den Landwirten abgebrannt, um das Land für die neue Saison vorzubereiten. In dieser Zeit liegt ein ziemlicher Smog über Chiang Mai und die zahlreichen Tempel sind teilweise nicht mehr zu sehen. Für uns wäre es schade, ausgerechnet zu dieser Zeit dort zu sein.

Je mehr Zeit ihr zu Reisen habt, umso besser *grins. Wir denken, dass es einem auch in vier oder mehr Wochen in Thailand nicht langweilig wird (siehe auch Transport & Route/ Was würden wir noch gerne erkunden?). Um einen vernünftigen Eindruck von Bangkok zu bekommen, empfehlen wir mindestens eine Woche in der Stadt unterwegs zu sein. Dann kommt es darauf an, was ihr sonst noch sehen wollt und ob für Euch Inlandsflüge in Frage kommen oder ihr lange Busfahrten in Kauf nehmt. Um weit in den Norden oder Süden zu gelangen, würden wir von Bangkok aus je einen Reisetag einplanen. Wenn ihr „nur“ zwei Wochen zur Verfügung habt, empfehlen wir entweder die Region um Chiang Mai oder eine der vielen Inseln im Süden zu besuchen.

Kosten

Insgesamt war es in Thailand lange nicht so günstig, wie wir vorher gedacht haben. Dies liegt auch an dem für uns ungünstigeren Wechselkurs (was für Thailand natürlich erfreulich ist). 35 thailändische Baht entsprachen während unseres Aufenthaltes ungefähr 1 €. Zum Vergleich: In 2016 war 1 € noch etwa 40 Baht wert. Das Preisniveau in Baht hat sich nicht wesentlich verändert, durch den Umrechnungskurs ist es allerdings etwas teurer für uns Europäer.

Für unsere Art des Reisens, also Übernachtungen in Hostels oder einfachen Unterkünften, haben wir im Durchschnitt um die 10 € pro Person und Nacht gezahlt (siehe auch bei den Unterkünften). Diesmal haben wir in Bangkok sogar zum gleichen Preis in einfachen Hotels übernachtet, allerdings nicht in zentraler Lage. Die Kosten für das Essen: Selbst gekocht haben wir eigentlich nie. In Bangkok haben wir uns im Wesentlichen an Straßenständen Essen gekauft, selten auch mal einen kleinen Snack aus einem der zahlreichen Convenience Stores. Zudem waren wir dreimal in einem Food Court essen, wobei uns nur der im Terminal 21 richtig begeistert hat. Dieser dafür aber so richtig und wir schwärmen heute noch davon! Wenn ich beim Schreiben nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen *grins. An den Straßenständen haben wir für unser Frühstück, häufig frisches Obst plus irgendwelche spontanen Käufe auf dem Markt, 3-4 € für uns beide zusammen ausgegeben. Im gleichen Kostenrahmen waren auch die anderen Mahlzeiten. Zwar haben wir überwiegend vegetarisch gegessen, unser Eindruck war jedoch, dass Fleischgerichte in der Regel nicht wirklich teurer sind. Zu Mittag oder Abend haben wir häufig einfache Gerichte wie Pad Thai oder Reis mit Gemüse für 1,50-2,00 € pro Person gegessen. Etwas ausgefallenere Gerichte wie gelbes Curry mit Seafood lagen eher im Bereich von 5-7 €, wobei die Portionen bei diesen Gerichten auch größer waren. Ein frischer Fruchtshake kostet maximal 2 €.

Transportkosten haben in Thailand für uns eine untergeordnete Rolle gespielt, da wir „nur“ in Bangkok und auf Koh Chang waren. Für den ursprünglich geplanten Aufenthalt von acht Wochen wären die Transportkosten sicherlich höher gewesen. Insgesamt haben wir 130 € für die öffentlichen Verkehrsmittel in Bangkok, den Hin- und Rücktransport von Bangkok nach Koh Chang, die Taxikosten vom Flughafen in die Stadt bei unserer Ankunft (da kein öffentlicher Verkehr mehr zu dieser Uhrzeit möglich war) und die kurze Fahrt zum Fughafen vor dem Weiterflug nach Seoul gezahlt. Kosten für Unternehmungen und Ausflüge waren ähnlich hoch. Zwar haben wir keinen organisierten Ausflug gemacht, waren aber einmal mit unseren Mitbewohnern aus dem Homestay auf einer privaten Schnorcheltour. Hinzu kommen die Rollermieten inkl. der Benzinkosten für unsere beiden Ausflüge auf Koh Chang. Eintritte in den Nationalpark, in den Mangrovenwald und für einzelne Tempel waren zumeist sehr gering, die Eintrittsgebühren für den Mu Koh Chang Nationalpark waren mit etwa 5 € pro Person noch die höchsten Kosten. Insgesamt kommen wir so auf 120 € für Eintritte und Ausflüge.

Die Kosten für das Visum sind natürlich abhängig von der gewählten Aufenthaltserlaubnis. Mit dem kostenlosen visa-on-arrival dürft ihr 30 Tage im Land bleiben. Für umgerechnet etwa 55 € pro Person kann diese Aufenthaltserlaubnis um 30 Tage verlängert werden. Befindet man sich vorher in Deutschland oder hat ausreichend Zeit, sich im Vorfeld um ein Visum zu kümmern, ist ein zweimonatiges Visum die günstigere Variante. Für uns war dies aufgrund der spontanen Anreise (Fährverbindung von Wladiwostok nach Südkorea eingestellt) nicht möglich.


Uns hat es viel Freude bereitet, diesen Länder-Rückblick zu erstellen. Diesmal war es leider auch mit einigen negativen Erinnerungen aufgrund des stark verkürzten Aufenthaltes in Thailand verbunden. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, der (nun) auch nach Thailand reisen möchte. Oder wart ihr schon da und habt eigene Erfahrungen gesammelt? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar! Natürlich freuen wir uns auch über Fragen, Anregungen oder Hinweise! Viele Grüße Jenny und Thomas

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