Central Kalahari – Camping in der Wüste, die keine ist

Absolute Isolation, umgeben von wilden Tieren, Dornbüschen, viel Sonne und einem fantastischen Sternenhimmel… Wir starten die Durchquerung des Central Kalahari Game Reserve (CKGR) im Herzen Botswanas und sind mega aufgeregt!


Kalahari? Das ist doch diese Wüste… Geht es Euch auch so? Bis vor kurzem haben wir auch so gedacht… Aber der Reihe nach:

4×4 Auto leihen in Windhoek und erste Nacht in der Wildnis

In Windhoek, der Hauptstadt Namibias, übernehmen wir unser neues Zuhause für die nächsten fünf Wochen, einen Toyota Hilux mit Dachzelt. Im Vergleich zu unserem uralten Landrover in Tansania haben wir das Gefühl, wir stehen vor einem Neuwagen. Die brandneuen Winterreifen mit tiefem Profil beruhigen uns, was das Fahren im Tiefsand angeht. Bis zu unserem ersten Ziel, dem Central Kalahari Game Reserve in Botswana, sind es etwa 700 Kilometer. In Windhoek nutzen wir die Möglichkeit einzukaufen, vor allem Trinkwasser. Wir müssen lachen, als wir unseren Geländewagen mit der riesigen Axt an der Seite auf den extra breiten und extra hohen Parkhausbuchten des Supermarkts mit unseren Einkäufen beladen. Ein absurdes Bild… zumindest für europäische Verhältnisse. Achso: Die Axt ist natürlich nur zum Holzhacken!

erster Stopp ist der Supermarktparkplatz in Windhoek

Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft, die noch in Namibia liegt, sehen wir auf den scheinbar endlos geradeaus führenden Schnellstraßen die ersten Hinweise auf Wildtiere. Das Achtung-Warzenschwein-Schild versetzt uns in Vorfreude auf die kommende Strecke. Auf der Campsite haben wir ein eigenes kleines Häuschen, in dem sich ein Badezimmer befindet, ansonsten aber so viel Platz um uns herum, dass wir sehr alleine mitten im Nirgendwo stehen. Das führt dazu, dass die Milchstraße am wirklich mega beeindruckenden Nachthimmel mit bloßem Auge sehr gut zu erkennen ist! Wären wir nicht so müde (und wäre es ein paar Grad wärmer…) könnten wir dieses funkelnde Spektakel noch ewig beobachten.

von Windhoek Richtung Botswana – immer geradeaus

Am nächsten Tag werden wir von den freundlichen Mitarbeitern der Campsite mit Kaffee und den typischen rusks (eine Art Kuchen-Zwieback) zum Frühstück überrascht. Wir genießen die ersten Sonnenstrahlen, die uns nach der kalten Nacht ein wenig wärmen und beobachten die neugierigen hornbills (Nashornvögel), die über uns im Baum sitzen und ebenfalls frühstücken. Mit einem Happs ist auf einmal ein riesiger Grashüpfer in dem vergleichsweise kleinen Vogel verschwunden. Wir genießen die Ruhe und Einsamkeit mitten in der Natur. Wie wunderschön die Reise jetzt schon ist!

Einreise nach Botswana und Plausch am Wasserloch

Im Laufe des Tages fahren wir über die Grenze bis nach Ghanzi (auch Ghantsi) in Botswana. Dies ist die letzte größere Stadt, bevor wir in die Kalahari fahren. Wobei „größer“ eigentlich nur bedeutet, dass zwischen den sandigen Pisten und ärmlich wirkenden Hütten irgendwo ein Supermarkt und eine Tankstelle gebaut wurden. Auf der Schnellstraße bis hierher laufen uns unzählige Kühe, Pferde, Esel und Ziegen vors Auto. Ansonsten passiert wenig und auch der Grenzübergang ist entspannt.

kleine Wohnsiedlung am Rande von Ghanzi

Unsere zweite Campsite der Reise ist wunderschön unter einem riesigen leadwood tree gelegen. Außerdem ist der Gastgeber super nett und freut sich über seine ersten Gäste nach der Wiedereröffnung seines Camps. Wir sitzen auf der gemütlichen Terrasse neben einem Wasserloch mit Springböcken und Straußen und haben seit langem mal wieder Kontakt zu jemandem, der in dem Land wohnt, welches wir besuchen! Was bis zum letzten Jahr noch ganz selbstverständlich war, fühlt sich jetzt wie ein Highlight der ganzen Reise an! Wir erfahren etwas über die aktuelle Situation in Botswana und im südlichen Afrika allgemein. Außerdem hören wir von den heftigen Wetterereignissen, besonders dem Starkregen, in diesem Frühjahr, welcher den Menschen weit mehr zugesetzt hat als ein kleiner Virus, der gerade umgeht… Auch das vergessen wir in Europa leider schnell, dass die weltweite Virus-Situation für viele Länder bei Weitem nicht das einzige und auch nicht das größte Problem ist. Es klingt leichte Kritik am Präsidenten durch, der mehr an den Bodenschätzen des Landes interessiert ist als an den Menschen. Solche Hinweise werden meist dezent gegeben und man muss gut hinhören, damit man diese zwischen den ausschweifenden Geschichten und lustigen Sprüchen nicht verpasst.

Zum Ende des Gesprächs, als es wirklich zu kalt wird, um noch draußen zu sitzen, bedankt sich unser Gastgeber, dass wir als „Pioniere“ (wie er es nennt) in sein Land kommen und hier reisen. Das bestärkt uns in dem Entschluss, auch in der jetzigen Zeit unterwegs zu sein. Über diese Frage „Ist es richtig/ falsch/ gefährlich/ hilfreich jetzt zu reisen?“ haben wir uns ewig den Kopf zerbrochen. Aber davon erzählen wir Euch ein anderes Mal, wir wollen ja jetzt in die Kalahari! Nach einem farbenfrohen Sonnenuntergang können wir auch heute wieder unter der leuchtenden Milchstrasse in unser Zelt klettern. Gute Nacht!

ohne Stativ nicht halb so schön wie in echt, aber… Wir schlafen unter der Milchstraße!!!

unsere Campsite in der Nähe von Ghanzi am nächsten Morgen

Da Lebensmittel theoretisch nur sehr eingeschränkt ins Land eingeführt werden dürfen, gehen wir auch in Botswana noch einmal einkaufen, bevor wir in die Zentralkalahari fahren. Außerdem tanken wir noch unseren 160-Liter-Doppeltank voll. Die nächste Möglichkeit ist frühestens in Rakops, östlich des CKGR, wo wir in sechs Tagen wieder zurück in die Zivilisation kommen. Auf dem Supermarktparkplatz in Ghanzi bleibt einer im Auto und wird zunächst vorsichtig, aber dann immer aggressiver angebettelt. Von allen Seiten kommen Menschen, die unbedingt unser Geld brauchen (und sie brauchen es wahrscheinlich wirklich!). Einmal fliegt ein Stein… Wir fühlen uns unwohl und können die Situation nicht richtig einordnen. Auf der anderen Seite werden wir doch immer wieder so freundlich begrüßt und hilfsbereit empfangen. Nach dem Tanken werden wir von einer Familie neben uns mit einem Luftkuss verabschiedet. Gefühlschaos.

Wir denken darüber nach und fahren auf der Hauptstraße weiter in Richtung Norden, bis zur letzten Campsite vor dem Abzweig zum CKGR. Rechts und links der Straße sehen wir immer wieder überflutete Flächen und bekommen eine Ahnung, wie viel es hier geregnet haben muss. Den Tag haben wir größtenteils mit einkaufen und warten verbracht, dem Versuch geschuldet, eine botswanische SIM-Karte zu kaufen und zu aktivieren. Am Ende hat es nicht geklappt, aber was soll’s? Es gibt eh kaum Empfang *grins. Morgen beginnt das Abenteuer!

goldene Stunde in Botswana, auf dem Weg von Ghanzi zum Central Kalahari Game Reserve (CKGR)

Tag 1 in der Kalahari: 108 km + Anreise

Von der Hauptstraße biegen wir am nächsten Morgen auf eine Sandpiste Richtung Tsau Gate. Das Gate ist eine der wenigen Zufahrtsmöglichkeiten in die Zentralkalahari. Die Piste ist sehr sandig und wir sind zum ersten Mal froh, ein Allradfahrzeug gemietet zu haben. Uns wird ein bisschen flau im Magen, wenn wir an die Pisten innerhalb des Reservats denken, wenn es doch außerhalb schon so aussieht:

die „Straße“ zum Tsau Gate

Am Tsau Gate müssen wir feststellen, dass das Gebäude von einem Erdbeben zerstört wurde. Die Einfahrt sieht somit ziemlich trostlos aus. Die Mitarbeiter sind dafür umso freundlicher und laden uns ein, heute Abend am Tsau Gate zu übernachten. Bevor wir nämlich endgültig in die Zentralkalahari fahren, haben wir für heute ein weiteres Abenteuer geplant. Wir fahren zu den Tsau Hills ! Bei diesem Ausflug muss ich immer an eine guten Freund denken, der einmal über die Warzenschweine gesagt hat, er wisse nicht, ob diese mutig oder dumm sind *grins. Warum? Das erfahrt ihr in unserem Beitrag über die Tsau Hills.


Tag 2 in der Kalahari: 59 km

Wir machen einen Zeitsprung: Das Tsau Hills Abenteuer liegt hinter uns, wir wachen am nächsten Morgen neben dem Tsau Gate auf, gucken aus dem Zelt und sehen das:

1. Blick morgens aus dem Zelt… so kann der Tag starten

Bevor wir starten, gibt uns der freundliche Ranger am Tsau Gate noch ein paar Tipps für Tiersichtungen. Zudem haben wir beim Frühstück am Eingangstor ein anderes Pärchen getroffen, das heute Morgen beim Aufstehen Löwen neben sich hatte und zwar auf der Campsite, wo wir heute übernachten. Aaah! Hoffentlich sind die Löwen immer noch da, wenn wir kommen. Ein erstes Tier hält uns noch vom Losfahren ab, mit dem wir mal überhaupt nicht gerechnet haben: Eine Schildkröte! Wir gucken uns verwundert an und freuen uns auch über dieses kleine, unverhoffte Erlebnis.

Jetzt aber los! Mit einer Fläche von mehr als 52.000 Quadratkilometern ist das CKGR eines der größten Wildreservate der Welt. Innerhalb des riesigen Areals gibt es zwischen Dornensträuchern, Gräsern und Sand nur wenige … nennen wir es „Fahrwege“. Zunächst fahren wir mehr als 30 Kilometer entlang der nördlichen Grenze des CKGR. Im Gegensatz zur westlichen Begrenzung ist diese cutline mit einem Zaun versehen, welcher die Maul- und Klauenseuche eindämmen soll. Nördlich des Reservates wird viel Weidevieh gehalten und die Fleischindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Botswana. Diese Tiere sollen also geschützt werden.

Unsere Piste ist sandig, aber gut zu befahren und ansonsten passiert relativ wenig – bis uns in einiger Entfernung ein Hindernis auffällt. Es ist groß und bewegt sich nicht, also vielleicht ein Felsbrocken? Schade, kein Tier, denken wir noch, als sich ein merkwürdiger Geruch breitmacht. Dann sehen wir, was mitten auf dem Weg liegt: Ein toter Elefant… Die eingefallene Haut ist an vielen Stellen noch vorhanden, insbesondere am Schädel und der Halsschlagader klaffen aber größere Löcher. Offensichtlich liegt der Elefant schon länger dort, denn es hat sich eine neue Fahrspur um ihn herum gebildet und der Verwesungsgestank ist wirklich heftig. Unsere erste Tiersichtung in der Zentralkalahari hatten wir uns anders vorgestellt, aber auch solche Erlebnisse gehören dazu. Immerhin sehen wir kurze Zeit später einen Kori Bustard (auf deutsch auch Riesentrappe). Der Kori Bustard ist der Nationalvogel Botswanas und der schwerste flugfähige Vogel der Welt.

unser Weg durch das Central Kalahari Game Reserve

Schon aufgrund der Fahrwege können wir erahnen, dass die Zentralkalahari eine der größten Sandflächen der Welt ist. Daher hatten wir beide vor der Reise das Wort Kalahari-Wüste im Kopf, wie es im Volksmund auch heißt. Dass wir uns hier aber nicht in einer Wüste befinden, wird spätestens am Eingang des Reservats klar. Für eine Wüste beherbergt die Kalahari viel zu viele Pflanzen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die San, die ursprünglichen Bewohner der Zentralkalahari, über 1.000 Pflanzen kennen.

An einem ziemlich zugewachsenen Wegweiser biegen wir nach Süden ab und fahren weiter in das CKGR hinein. Die Piste wird schmaler: Zwischen den beiden Reifenspuren wachsen die Pflanzen teilweise bis über die Motorhaube hoch. Die Gräsern wippen nur lustig hin und her, aber wenn die Dornbüsche gegen den Unterboden kommen, erzeugen sie Geräusche, auf die wir lieber verzichten würden. Rechts und links des Weges sind die Gräser teilweise höher als zwei Meter und die Dornbüsche ragen oft in die Fahrspur. Das quietschende Geräusch der Dornbüsche am Autolack erschreckt uns immer wieder, aber unsere Piste ist nunmal der offizielle und auch einzige Weg vom Tsau Gate in die Zentralkalahari. Am Gate hatte uns der Ranger noch gesagt, dass die Straßen in gutem Zustand („not too sandy, but sometimes a little bit bumpy„) seien und wir in der Regel mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h fahren können. Nun ja, die Fahrspuren sind wirklich ok. Der umfangreiche Pflanzenbewuchs lässt für uns aber in der Regel höchstens 20 km/h zu. Tiersichtungen sind auf diesem Stück fast ausgeschlossen, wir gucken einfach nur in die Büsche.

Aber zum Glück gibt es auch Tiere, die sich nicht wirklich verstecken können: Eine große Giraffe versperrt uns den Weg. Von unserer Reise durch Tansania, als wir mehrere Tage als Selbstfahrer in der Serengeti unterwegs waren, wissen wir noch, dass eine Giraffe selten alleine unterwegs ist. Wir gucken umher und etwas entfernt sehen wir tatsächlich weitere Giraffen in der Buschlandschaft stehen und fressen. Wow, was für ein toller Moment, diese Tiere aus der Nähe in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.

erste Giraffensichtung in der Central Kalahari

Wir kommen in ein leicht hügeliges Gelände und haben so ab und zu einen etwas besseren Überblick. Wir sehen ganze Felder von zum Teil blattlosen Dornbüschen mit riesigen weißen Spitzen in etwas niedrigerem, gelb leuchtenden Gras. Beim näheren Beobachten der Pflanzen sehen wir allerdings, dass selbst die Gräser Stacheln haben. Wir fragen uns, ob es die Tiere beim Fressen gar nicht stört. Wenn ihr wisst, wie die hungrigen Vierbeiner diese Dornen fressen, ohne sich zu verletzen, schreibt es gerne mal in die Kommentare.

Bald erreichen wir die Motopi Pan, eine weitläufige Ebene mit einem künstlichen Wasserloch. In der Zentralkalahari gibt es einige angelegte Wasserstellen, um den Wildtieren ein ganzjähriges Überleben innerhalb dieses riesigen Reservates zu ermöglichen. In der Trockenzeit, die teilweise mehr als zehn Monate anhält, müssten die Tiere auf der Suche nach Wasser sonst in Gebiete außerhalb des CKGR migrieren und würden damit den Menschen und dem Weidevieh in die Quere kommen. Dies ist nicht gewollt… Deshalb hat man sich für diese unnatürliche Variante entschieden, die aber immerhin das Überleben der zahlreichen Wildtiere ermöglicht.

Wir freuen uns, nach den vielen Dornbüschen und hohen Gräsern, endlich in der Weite zu stehen. Am Wasserloch der Motopi Pan sehen wir einige Oryx-Antilopen, Springböcke und ein Gnu, obwohl das Loch bei jetzt 30°C im Schatten komplett trocken ist. Außerdem gibt es viele Erdhörnchen, die wir nur zu gerne beobachten! Wie immer einer Wache steht, die anderen fressen und dann wechseln sie sich irgendwann ab. Genial! Während wir die verschiedenen Tiere beobachten, kommt ein weiteres Auto angefahren – das einzige für diesen Tag.

eine Oryx-Antilope zwischen den kleinen Springböcken an der Motopi Pan
ein einsames Streifengnu neben dem Wasserloch

Vom Motopi Waterhole fahren wir etwa zehn Kilometer zu unserer Campsite Motopi 3 (CKMOT 03). Die Piste ist noch einmal deutlich schmaler und die Dornen ragen immer weiter in die Fahrbahn hinein. Nachdem wir an den Abzweigen zu den ersten beiden Motopi-Campsites vorbei sind, wird das Kratzen der Dornen fast zu einem ununterbrochenen Wegbegleiter. Am Ende der Piste erreichen wir die Campsite und sehen… leider keine Löwen! Wir hätten den Platz gerne geteilt! Aber so können wir uns freier bewegen und kochen in der Sonne, mitten in der Wildnis. Später genießen wir den fantastischen Sonnenuntergang und bewundern den Übergang vom Farbspektakel der verschwindenden Sonne zum einsetzenden Sternenhimmel. Jede Minute bietet sich uns ein anderes Bild, bis wir schließlich wieder die Milchstraße sehen können. Nur die Wildtiere lassen auf sich warten… Trotzdem haben wir extra nah am Plumpsklo-Verschlag geparkt, um die abendlichen Gänge zum, wohlgemerkt offenen, Toilettenhäuschen nicht noch aufregender zu machen, als sie ohnehin schon sind.

unsere Campsite mitten in der Savanne der Kalahari

Tag 3 in der Kalahari: 150 km

Am zweiten Tag im Kalahari-Wildreservat fahren wir bei Sonnenaufgang los. In der Dämmerung sind die Tiere am aktivsten, heißt es. Außerdem stehen uns über 100 Kilometer quer durch das Central Kalahari Game Reserve bevor. Zu Beginn der Strecke können wir wieder einem hornbill (Nashornvogel) beim Frühstück zusehen, der eine Heuschrecke verspeist. Wir freuen uns, dass der Tag mit einer Tierbeobachtung beginnt!

Durch das dichte Dornengestrüpp fahren wir immer tiefer in die Kalahari. Als sich die Landschaft wieder öffnet, sehen wir unseren ersten Strauß, mehrere Springböcke und wieder einen Kori Bustard. Die Erdhörnchen haben den Ausgang ihres Baus oft genau dort, wo unsere Fahrspur verläuft. Daher müssen wir sehr vorsichtig fahren. Aber für die süßen Tierchen halten wir gerne immer wieder an! Es macht einfach Spaß, diese niedlichen kleinen Nager zu beobachten, beim aufmerksamen Wache halten, beim futtern oder wie sie einfach nur umherlaufen und neugierig gucken. Später am Tag erleben wir noch, wie sie mit ihrer schnellen und nicht nachvollziehbaren Schwanzbewegung andere verwirren können… Thomas dachte kurz, er habe Halluzinationen *grins.

Frühstück in der Kalahari, nahe der Motopi Pan
Fahrt durch die typische Trockensavanne in der Zentralkalahari

Von der Motopi Pan fahren wir weiter zur Passarge Pan. Die Strecke ist geprägt von … Büschen! Teilweise sind sie so stark ineinander gewachsen, dass sie einen Tunnel bilden. Es wird richtig dunkel, wenn wir durchfahren. Wir sind so froh, als wir am Passarge Waterhole ankommen! Ehrlich gesagt hat es uns schon ein wenig frustriert, über weite Strecken so gar nichts sehen zu können, außer den Dornenbüschen zwei Zentimeter neben uns. Leider ist auch das Passarge Wasserloch trocken und wir sehen nur einen einzelnen Springbock, der ganz interessiert guckt und in der Nähe unseres Autos grast. Die Landschaft ist dafür sehr beeindruckend. Es ist so krass, fernab jeglicher Zivilisation zu sein!

Ab hier, der Passarge Pan, besteht die Möglichkeit, in einem etwa 180 Kilometer langen Rundweg durch die verschiedenen Täler und Pfannen der Zentralkalahari zu fahren. Von dem direkten Weg von West nach Ost durch das CKGR wurde uns allerdings abgeraten, da dieser sehr tiefsandig sei. Wir entscheiden uns für die nördliche Strecke, durch das Passarge Valley, Richtung Deception. In den Tälern des Passarge und des Deception Valley floss irgendwann einmal Wasser. Die Flussläufe sind allerdings seit Jahrtausenden ausgetrocknet und sind zu Salz- und Tonpfannen versteinert, die sogenannten Pans. So haben sich neben den Tälern auch verschiedene Ebenen wie die Sunday Pan und die Leopard Pan gebildet. Im Weiteren wechseln sich also lichtere Abschnitte mit Dornbuschfeldern und engeren Passagen außerhalb der Pfannen ab, an denen die Sträucher und Gräser weit in die Fahrspur hineinragen. Zwischendurch sehen wir immer wieder Sanddünen, wovon die meisten allerdings ebenfalls bewachsen sind.

Fahrt durch das Passarge Valley im nördlichen Teil des CKGR
pure Weite: so kann das Passarge Valley auch aussehen

In den weiteren Ebenen sehen wir immer wieder Oryx-Antilopen, einmal sogar mit einem kleinen Kalb, Springböcke, und ab und zu ein vereinzeltes Gnu. Wir erinnern uns an die riesigen Gnu-Herden aus der Serengeti und fragen uns, warum die Gnus hier alleine unterwegs sind. Auf einmal entdecken wir noch einen größeren Vogel, der durch das hohe, goldgelbe Gras stolziert. Wir taufen ihn kurzerhand Leggings-Vogel, da seine schwarzen Oberschenkel so aussehen, als würde er eine Leggings tragen. Später finden wir heraus, dass wir einen Sekretär-Vogel gesehen haben.

Richtig, richtig lustig sind die Perlhühner, die wir immer wieder in Gruppen von etwa 30 bis 40 Tieren sehen. Die Begegnung läuft ungefähr so ab: Wir sehen einige wenige aus der Ferne auf der Fahrbahn. Wir werden langsamer, die Hühner drehen sich um, gucken uns an und viele weitere laufen aus dem seitlichen Gebüsch auf die Fahrbahn. Warum? Weil sie dort wahrscheinlich schneller laufen können, als im dichten Gras. Wenn wir näher an sie heran fahren, laufen sie so schnell sie können. Wenn wir bremsen, bremsen sie auch… So geht das immer weiter: Gas geben, bremsen, Gas geben,… Sie verlassen die Fahrbahn nicht. Einmal verlieren wir fast die Geduld, weil diese Hühnchen einfach nicht weggehen! Erst nach fünf Minuten (!) fängt eins der Perlhühner an, Laute von sich zu geben. Wahrscheinlich ist ihm eingefallen, dass es auch fliegen kann und teilt es den anderen mit *grins. Ja, so sind die Hühner nach fünf Minuten Gerenne dann weggeflogen und wir haben richtig gelacht!

Was haben wir gelacht über diese Perlhühner…!

Wir kommen langsam voran und es ist heiß! Auch wenn uns die Landschaft fasziniert, sind wir ein bisschen enttäuscht, bislang so wenige Tiere gesehen zu haben. Die Sunday Pan inklusive dem Wasserloch wurde uns, ebenso wie die Leopard Pan, besonders für Tiersichtungen empfohlen. Als wir ankommen, ist das Sunday Waterhole sogar mit Wasser gefüllt. Es ist später Nachmittag, die Voraussetzungen sind also perfekt. Nur die Natur ist eben Natur und die Tiere sind, glücklicherweise, in der Lage, sich frei zu bewegen. Und so warten wir vergebens auf tierischen Besuch und entscheiden uns irgendwann in der Dämmerung, zu unserer Campsite (CKD 02) am Rande des Deception Valley zu fahren und unseren Safaritag damit zu beenden.


Tag 4 in der Kalahari: 159 km

Heute wird der Tag der Tiere! – Das haben wir im Gefühl!

Unseren letzten vollen Tag starten wir wieder sehr früh. Bei geführten Safaris gibt es häufig morgendliche und abendliche Game Drives, wegen der höheren Aktivität der Tiere in der Dämmerung. Wir beginnen auch immer morgens, meist dauert unser Game Drive dann aber bis zum Einsetzen der Dunkelheit am Abend *grins. Als wir die Campsite verlassen, sehen wir wieder einen Nashornvogel. Wie jeden Morgen. Außerdem flitzt ein Kalahari-Hase vor uns über den Weg. Seine Löffel leuchten in der Sonne.

Durch dichtes Dornengestrüpp, aber auch tolle Savannenlandschaften, die in der morgendlichen Sonne leuchten, fahren wir zur Leopard Pan. Der Leopard Pan Loop führt teilweise mitten durch die Pfanne, doch der Name ist leider nicht Programm: Trotz einiger potenzieller Bäume für Leoparden sehen wir diese Wildkatzen leider nicht. Dafür begegnet uns eine kleine Antilopenart, die in Botswana Steenbok genannt wird. Und die Perlhühner wackeln natürlich wieder vor uns her. Das ist so witzig! Als gerade mal wieder ein paar der zahlreichen Erdhörnchen vor unserem Auto weghuschen, sehen wir in etwas größerer Entfernung zwei Punkte im Gras. Schnell schraubt Jenny das Zoomobjektiv auf und tatsächlich erkennen wir zwei Geparden, die aus dem hohen, gelben Gras hinausragen. Etwas weit entfernt, aber immerhin. Leider machen sie keine Anstalten, näher zu kommen. Dafür bewegen sie sich hin und wieder und wir sehen, dass die Katzen sogar zu viert sind. Yeah, wir haben die ersten Wildkatzen in der Kalahari gesehen!

unsere erste Geparden-Sichtung in der Zentralkalahari

In diesem Bereich des Central Kalahari Game Reserve sind wir nicht mehr ganz alleine. Während des Tages begegnen uns etwa eine Handvoll Autos. Trifft man sich, wird das Fenster geöffnet und sich nach möglichen Tiersichtungen ausgetauscht. Im Süden der Leopard Pan können wir auf einem kleinen Loop noch einmal in die Pfanne hineinfahren. Wir hatten bereits gehört, dass hier heute Löwen gesehen wurden…

Glücklicherweise sind diese häufig träge und dösen gerne. Vor einer Bauminsel entdecken wir die zwei Löwen dann, die ganz entspannt auf dem Boden liegen. Wegen des Motorengeräuschs steht einer der beiden kurz auf und guckt uns an. Als wir den Motor ausmachen, sind wir anscheinend akzeptiert, denn sie machen es sich direkt wieder bequem, indem sie ihre Köpfe auf den großen Pranken ablegen. Mega beeindruckend, diese großen und schönen Tiere aus unmittelbarer Nähe beobachten zu dürfen. Wir sind keine fünf Meter von den Tieren entfernt und können sogar noch Blutreste vom Frühstück an ihrem Fell entdecken. Ab und zu steht mal einer von beiden auf, weil sein Platz zu sonnig geworden ist und lässt sich zwei Meter weiter im Schatten wieder träge auf den Boden fallen. Die beiden interessieren sich mal so gar nicht für uns.

bei unserer Ankunft werden wir von den Kalahari-Löwen kurz beäugt…

Für unser Frühstück geben wir dem Sunday Waterhole eine zweite Chance. Es ist ein wirklich schöner Ort mit viel Vogelgezwitscher. Nur die Gesellschaft anderer Tiere fehlt auch heute… Wir fahren zurück zum Deception Valley und dann weiter Richtung Süden. Das Gelände ist hier weitläufig und das ausgetrocknete Flussbett des Letiahau sehr breit. Überall glänzt das Gras in der heißen Sonne, der strahlend blaue Himmel ist nur mit einigen wenigen, weißen Wölkchen dekoriert. Vereinzelt gibt es kleine Busch- oder Bauminseln. Am Rande des Tales wird der Pflanzenbewuchs mit Akazien und natürlich jeder Menge Dornbüschen etwas stärker. Unser Weg verläuft nicht schnurgerade durch das Tal, weshalb wir auch heute wieder in den Genuss unseres Lieblingsgeräusches kommen, dem schönen Kratzen der teilweise fingerlangen Dornen am Lack. Manchmal hört es sich an, als ob wir mit quietschenden Reifen durch die Kurve fahren würden *grins. Hatten wir schon erzählt, dass die Zweige öfters so dick sind, dass die Außenspiegel von diesen eingeklappt werden?

Wir sehen Springböcke und Oryx-Antilopen. In einem kleinen Loop mitten im Deception Valley ist die Landschaft auf einmal ganz anders, mit sehr flachem, teilweise rötlich schimmerndem Grasbewuchs. Dort entdecken wir neben zahlreichen Oryx-Antilopen und einigen Kori Bustards zwei Giraffen in etwas größerer Entfernung. Auf der weiteren Fahrt durch das Deception Valley kommt uns immer wieder ein beißender Geruch durch das offene Fenster geweht, es riecht wie im Raubtierhaus im Zoo. Dann muss es hier doch auch Löwen, Leoparden oder andere Wildkatzen geben… zumal uns andere Reisende von einer Löwin mit drei Welpen auf unserer Wegstrecke berichtet hatten. Erfolglos halten wir Ausschau. So gut sich unser Toyota auch fahren lässt, die Sitzposition ist relativ niedrig und somit nicht optimal, um die Tiere im hohen Gras zu erkennen.

auf der zentralen Sandpiste, die durch das Central Kalahari Game Reserve führt…
… fahren wir bis in die Weite des Deception Valley

In unmittelbarer Nähe zum Letiahau Waterhole entdecken wir größere Skelettreste, die von einer Giraffe sein könnten. Die Knochen sind schon blankgewetzt und in der Landschaft verteilt, von den Raubtieren oder den Aasfressern wie der Braunen Hyäne, für die die Zentralkalahari auch bekannt ist, fehlt allerdings jede Spur. Faszinierend sind die riesigen Wolken von Vögeln, die immer wieder aus dem Gras neben der Straße hochfliegen. Auf dem Rückweg fahren wir erneut den Deception Loop, der uns schon auf dem Hinweg gut gefallen hatte.

Im schönen Nachmittagslicht gefällt uns die Landschaft noch besser und diesmal sehen wir mehrere Schakale und eine ganze Giraffenfamilie. Es sieht so lustig aus, wie sie ihre Vorderbeine weit auseinanderspreizen, um auch das Gras vom Boden fressen zu können. Während des Sonnenuntergangs fahren wir Richtung Campsite und in den letzten Minuten Helligkeit wird es noch einmal interessant: Noch mehr der bereits gesichteten Schabrackenschakale kreuzen unseren Weg, ein Löffelhund stellt sich auf die sandige Fahrbahn und eine mega süße Eule blickt in unsere Scheinwerfer, bevor sie nach kurzer Zeit davonfliegt. Wow, was für ein genialer Abschluss des Tages! Nur die Leoparden lassen weiter auf sich warten…

goldene Stunde im Deception Loop der Zentralkalahari
wir beobachten die Tiere beim Fressen und können uns kaum von dem Anblick lösen…
Tagesabschluss im Central Kalahari Game Reserve

Tag 5 in der Kalahari: 152 km + Abreise

Der letzte Tag im CKGR beginnt. Wir entscheiden uns, einen letzten Versuch einer Leopardensichtung in der Leopard Pan zu unternehmen, bevor wir dieses riesige Wildreservat in Richtung Osten verlassen. In der Serengeti hatten wir zwar schon einen Leoparden gesehen, aber da lag die Wildkatze ziemlich weit weg in einem Baum.

Doch zunächst sehen wir mehrere Schakale, die zusammen durch das Gras streifen, uns neugierig beäugen und die Sonne genießen. Dann entdecken wir zum ersten Mal auch zwei Geier, die hoch auf einem Baum sitzen. Später erfahren wir, dass die Geier zwei bis drei Tage zum Verdauen an der gleichen Stelle sitzen bleiben (müssen), da sie sich vorher nicht wegbewegen können. In der Leopard Pan sehen wir wieder zahlreiche Oryx-Antilopen, Springböcke und einige Giraffen, die nur mit ihren Hälsen aus den Büschen herausgucken.

Wir treffen zwei Autos, die uns beide von mehreren Geparden berichten, die sie nur ein paar hundert Meter entfernt auf unserer Wegstrecke gesehen haben. Wie cool ist das denn? Die nehmen wir auch als Abschluss für die Kalahari *grins. Wir finden die beschriebene Gegend schnell und gucken beide aufmerksam umher. Doch die Geparden scheinen in der kurzen Zeit unauffindbar verschwunden zu sein! Wir möchten es nicht wahrhaben und fahren die Strecke mehrfach ab, auch wenn die Zeit langsam knapp wird. Es stehen uns schließlich noch über 100 Kilometer bis zur heutigen Campsite bevor. Die Ausfahrt aus der Zentralkalahari, hinter dem Matswere Gate, soll außerdem sehr sandig sein, sodass schon Autos dort steckengeblieben sind. Also geben wir unsere Suche bald auf, machen uns auf den Rückweg und vertrösten uns selbst auf das Okavangodelta und den Etosha Nationalpark.

Schabrackenschakale in der Morgensonne

Die Ausfahrt aus dem CKGR ist zwar teilweise sehr tiefsandig, aber insgesamt gut zu befahren. Es geht auf und ab, wie auf einer Achterbahn und macht sogar Spaß. Ich (Thomas) bin allerdings froh, hier selbst zu fahren, als Beifahrer würde mir bestimmt schlecht werden. Am Matswere Gate schmeißen wir unseren Müll der letzten Tage in den dafür aufgestellten Anhänger. Beim Austragen im Rangerbüro erfahren wir, dass es in der Zentralkalahari Ratten gibt, die unter anderem das Gummi von Reifen oder sonstigen Autoteilen anfressen. Wir erinnern uns an ein verlassenes Auto und sind froh, dass wir unversehrt davongekomen sind. Wir wollen gerade los, da winkt uns eine Rangerin zu und zeigt auf unseren linken Vorderreifen… Nee, oder!?? Unser Messgerät zeigt nur noch knapp ein bar Luftdruck. Einen offensichtlichen Schaden erkennen wir nicht und pumpen den Reifen daher mit unserem Kompressor wieder auf. Die 40 Kilometer bis zur nächsten Tankstelle in Rakops wird er schon halten. Außerhalb des Parks ist die Straße übrigens schlechter als im Park, das heißt noch tiefsandiger (auf dem Hinweg bei der Anfahrt zum Tsau Gate ging es uns ja genauso). Für wenig Reifendruck sind das natürlich gute Verhältnisse.

typische Landschaft in der Zentralkalahari
auf dem Weg zum Matswere Gate

Schließlich kommen wir problemlos bis nach Rakops. Wer hier eine Stadt erwartet, liegt falsch. Trotzdem ist Rakops so etwas wie die Anlaufstelle, für alle, die von einem Aufenthalt in der Zentralkalahari zurückkehren und diese Richtung Osten verlassen. Auf der sandigen Hauptstraße des kleinen Dörfchens fahren wir zu der einzigen Tankstelle. Zwei Zapfsäulen stehen einsam mitten auf einer staubigen Fläche. Die Angestellten und einige Dorbewohner, die dort ihre Zeit vertreiben, sitzen zusammengedrängt im Schatten einer kleinen Überdachung.

Rechts und links der Hauptstraße stehen einige windschiefe Hütten. Auf den Wellblechfassaden steht mit Wandfarbe geschrieben, welches Geschäft sich jeweils im Inneren befindet. In jedem Fall gibt es ein Internetcafé, eine Reifenreparatur und den überall vorhandenen general dealer. Der general dealer ist quasi ein kleiner Supermarkt, der im Zweifel aber auch mal Zündkerzen, Bekleidung oder andere Dinge verkauft, die es eben gerade gibt.

Wir tanken, kontrollieren noch einmal die Luft in unserem kaputten Reifen und fahren dann die letzten 70 Kilometer bis zu unserer Campsite. Jetzt sehen wir hauptsächlich Kühe, manchmal auch Ziegen und Schafe am Wegesrand und deren Besitzer, die auf Pferden nebenher reiten. Die Tiere laufen überall munter um uns herum. Kommt ein Auto, bleiben die Kühe aber immer brav am Straßenrand stehen und lassen es passieren.

Ankunft in der Zivilisation von Rakops nach fünf Tagen im CKGR
einkaufen, quatschen und Verkehrsknotenpunkt in Rakops

Unsere Unterkunft am Boteti River erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang und stehen vor verschlossenen Türen. Auch auf mehrfaches Läuten mit der aufgehängten Glocke und Rufen passiert nichts. Dann kommt eine Nachbarin und bietet uns an, den Besitzer anzurufen. Super, das ist ja mal wieder mega nett! Kurze Zeit später kommt sie mit ihrem mobilen Festnetztelefon zurück und ich muss mir das Lachen sowas von verkneifen. Sie steht mitten auf einer riesigen Sandfläche neben dem Fluss, hat eins dieser typischen, alten Bürotelefone in der Hand, mit dieser großen Tastatur und Schnur zum Hörer, aber eben ohne Stromkabel, und telefoniert. Das Bild werde ich wohl nie vergessen!

Als unser Gastgeber uns später über den Campingplatz führt, sind wir mal wieder die einzigen Gäste. Wir kochen im Dunklen und sind froh, angekommen zu sein. Nach vier Nächten in der absoluten Wildnis können wir heute wieder entspannt auf unserem Zeltplatz herumlaufen. Aus geringer Entfernung hören wir allerdings schon hippos schreien…


Wie hat Euch das Central Kalahari Game Reserve gefallen? Habt ihr auch Lust auf eine Safari oder wart ihr schon einmal hier? Wir freuen uns auf Eure Kommentare. Viele Grüße, Jenny und Thomas

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung, da wir Euch erzählen, was wir für ein Auto gemietet haben und dies auch zeigen…

4 Kommentare

  1. Ist ja schon eine aufregende Geschichte in so einer Wildnis. Wenn ihr darüber schreibt, weiß man wenigstens, dass es gut ausgegangen ist.

    1. Die Zentralkalahari ist wirklich beeindruckend. Umso mehr wir die Gegend kennenlernt haben, desto entspannter sind wir im Umgang mit der Natur geworden. Die Tiere dort sind ja zum Glück keine Menschen gewöhnt und so interessierten sie sich eigentlich kaum für uns. Aber leichtsinnig sollte man trotzdem nicht werden… Viele Grüße

  2. Wow, beim Lesen, will man nur noch dabei gewesen sein. Ihr erlebt so unglaubliche Dinge, das freut mich für euch. Das mit den Dornen und den Tieren habe ich leider auch nicht rausbekommen. Euch noch eine gute Zeit,hoffe ihr habt noch eure Geparden gesehen in den kommenden Wochen.

    Liebe Grüße

    1. Hey, schön, dass du wieder mit uns reist! Und danke für deinen lieben Kommentar. Die Momente, in denen wir den Wildtieren so nah sind, sind wirklich unglaublich – wir haben jedes Mal Gänsehaut vor lauter Ehrfurcht und Ergriffenheit…! Alles Gute für dich und liebe Grüße

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